Radiointerview zum Ostfeld: Wachstum um jeden Preis?

Sabine Maritzen und Hartmut Bohrer im Inter­view bei Radio Rhein­welle zum Projekt Ostfeld /​ 6. Mai 2021

Beitrag in der Media­thek-Hessen | Podcast: Michael Forßbohm

Den Ziel­vor­gaben des Regio­nal­plans Südhessen entspre­chend, wird das Land­schafts­schutz­ge­biet Ostfeld zwischen Erben­heim und Mainz-Kastel bisher rein land­wirt­schaft­lich genutzt. Mit seinem von CDU, FDP, SPD und Uwiga getra­genen Beschluss vom Freitag, dem 07.05.2021 weicht die Regio­nal­ver­samm­lung Südhessen von dieser Ziel­vor­gabe ab und ermög­licht der Stadt Wies­baden, dort mit der Bauleit­pla­nung für eine Wohn- und Gewer­be­ge­biet zu beginnen. 

Damit stehen ein großes Kalt­luft­ent­ste­hungs­ge­biet und eine für die Lebens­qua­lität in Mainz, Mainz-Kastel und Mainz-Kost­heim unent­behr­liche Frisch­luft­schneise zur Dispo­si­tion, ganz abge­sehen von der Versie­ge­lung von besten Acker­flä­chen und der Vernich­tung von Biotopen geschützter Tierarten. 

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Kasteler AUF-Fraktion kritisiert Ortsvorsteherin Christa Gabriel

Kritisch sieht die Kasteler AUF-Frak­tion den Ausblick von Christa Gabriel auf das neue Jahr. So verweist sie im Zusam­men­hang mit Wohnungsbau auf das „Ostfeld“, hier soll die über­wie­gend land­wirt­schaft­lich genutzte Fläche am Fort Biehler bebaut werden.

Dazu erklärt Ronny Maritzen, Spre­cher der AUF-Frak­tion im Orts­beirat Kastel:
„Ganz sicher wird dort 2021 keine einzige Wohnung entstehen und wohl auch nicht in der kommenden fünf­jäh­rigen Amts­zeit. Für die städ­te­bau­liche Entwick­lungs­maß­nahme Ostfeld gibt es mitt­ler­weile keine Mehr­heit mehr im Orts­beirat und hoffent­lich auch bald keine mehr in der Wies­ba­dener Stadtverordnetenversammlung. 

Nun mag die Vorliebe der Orts­vor­ste­herin für das Wolken­ku­ckucks­heim Ostfeld der Wies­ba­dener SPD-Partei­linie entspre­chen, für den von ihr reprä­sen­tierten Stadt­teil Mainz-Kastel ist die Planung jeden­falls ein teurer Irrweg. Die abseh­bare Verschlech­te­rung der klima­ti­schen Verhält­nisse durch Bebauung von Kalt­luft­ent­ste­hungs­flä­chen wie die Blockade der Kalt­luft­zu­fuhr würde in heißen Sommer­nächten Kastel „schmoren“ lassen.“

Sein Frak­ti­ons­kol­lege Hartmut Bohrer ergänzt:
„Auch die zusätz­liche Belas­tung mit Verkehr zur Rhein­brücke wäre der Wohn­qua­lität in Kastel abträg­lich. Die städ­ti­schen Zuschüsse in drei­stel­liger Millio­nen­höhe wären an anderer Stelle weitaus besser ange­legt, so z.B. in einer ange­mes­senen Bebauung des bislang vom US-Militär genutzten Geländes mitten in Kastel, dessen Frei­gabe die US-Armee für spätes­tens September 2022 ange­kün­digt hat. 

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Sonderfläche im Gewerbegebiet Petersweg Ost rückgängig machen

Antrag Nr. 10/​2020 zur Sitzung des Orts­bei­rats Mainz-Kastel am Dienstag, 30. Juni 2020

Ausweisung der Sonderfläche für großflächigen Einzelhandel im Gewerbegebiet Petersweg Ost rückgängig machen

Trotz ableh­nender Beschluss­fas­sung des Orts­bei­rats Mainz-Kastel wurde für den Bereich „Petersweg Ost“ ein Gewer­be­ge­biet geplant, in das rund 90 Hektar über­wie­gend land­wirt­schaft­lich genutzte Fläche einbe­zogen und damit regio­naler Lebens­mit­tel­pro­duk­tion entzogen wurden. Für den Orts­beirat waren die prognos­ti­zierten nega­tiven klima­ti­schen Auswir­kungen hinsicht­lich der Kalt­luft­zu­fuhr für die dicht bebauten vorhan­denen Wohn­ge­biete und die weitere Zunahme der Verkehrs­be­las­tungen, insbe­son­dere auf der Boelcke­straße und der Zufahrt zur Rhein­brücke, seiner­zeit Gründe für seine ableh­nende Haltung.

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Auswirkungen der Planungen eines „Stadtteils Ostfeld“ auf Mainz-Kastel

Antrag Nr. 30/​2019 zur Sitzung des Orts­bei­rats Mainz-Kastel am Dienstag, 17. Dezember 2019

Auswirkungen der Planungen eines „Stadtteils Ostfeld“ auf Mainz-Kastel und insbesondere den AKK-Haushalt

Die Planungen für ein „Misch­ge­biet“ am Fort Biehler (Orts­be­zirk Mainz-Kastel) sowie für ein Gewer­be­ge­biet „B2“ zur Erwei­te­rung der Abfall­wirt­schaft (Orts­be­zirk Mainz-Amöne­burg) beziehen sich auf Flächen der Gemar­kung Kastel. Das geplante Gewer­be­ge­biet B1, das als neuer Standort für das BKA im Gespräch ist, befände sich im Orts­be­zirk Wiesbaden-Erbenheim.

Die gegen­wär­tigen Planungen der SEG mbH sehen finan­zi­elle Zuschüsse der Stadt in drei­stel­liger Millio­nen­höhe in € vor, die laut SEG-Planung nicht durch Refi­nan­zie­rung (Grund­stücks­ver­käufe) gedeckt werden könnten.

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Grundlagen der Verkehrsprognose Hochkreisel/Theodor-Heuß-Brücke

Antrag Nr. 12/​2018 zur Sitzung des Orts­bei­rats Mainz-Kastel am Mitt­woch, 21. November 2018

Grundlagen der Verkehrsprognose Hochkreisel/Theodor-Heuß-Brücke

Der Orts­beirat wolle beschließen:
Der Magis­trat möge detail­liert darlegen, welche Annahmen der Aussage zu Grunde liegen, der Verkehr auf der Theodor-Heuß-Brücke bzw. dem Hoch­kreisel Kastel werde bis zum Jahr 2030 (nur) um 7% zunehmen. Der Orts­beirat erwartet die Angabe der verwen­deten Daten­quellen und Rechen­schritte, die zu dieser Prognose führten.

Der Orts­beirat erwartet auch eine Antwort auf die Frage, welche künf­tigen Wohn­ge­biete in Nähe der Theodor-Heuß-Brücke (zumin­dest im Umkreis von 5 km) mit welcher prognos­ti­zierten Zahl an Wohnungen und Einwohner*innen in die Prognose einbe­zogen wurden und ob dabei auch entspre­chende künf­tige Wohn­be­bauung auf der anderen Rhein­seite berück­sich­tigt wurde und wenn ja, in welcher Größenordnung.

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ÖPNV-Anbindungen in den Gewerbegebieten Petersweg West und Ost

Antrag Nr. 06/​2018 zur Sitzung des Orts­bei­rats Mainz-Kastel am Dienstag, 7. August 2018

ÖPNV-Anbindungen in den Gewerbegebieten Petersweg West und Ost endlich ausreichend ausbauen

Der Orts­beirat möge beschließen:
Der Orts­beirat Mainz-Kastel bittet den Magis­trat der Landes­haupt­stadt Wies­baden drin­gend, unver­züg­lich, spätes­tens zum Fahr­plan­wechsel Anfang Dezember 2018, den Ausbau der Busan­bin­dung für die Gewer­be­ge­biete Petersweg Ost und, so dass Beschäf­tigte und Kund­schaft der Gewer­be­ge­biete eine ange­mes­sene Alter­na­tive zur Nutzung von PKW haben.

Dabei könnte alter­nativ oder ergän­zend auch die Einrich­tung eines Sammel­taxis erfolgen. Zur Erhe­bung des konkreten Bedarfs sollte mit den im Petersweg ansäs­sigen Firmen Kontakt aufge­nommen werden.

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Geplante Müllverbrennungsanlage und Verkehr auf dem Unteren Zwerchweg

Antrag Nr. 02/​2018 zur Sitzung des Orts­bei­rats Mainz-Kastel am Mitt­woch, 11. April 2018

Geplante Müllverbrennungsanlage und Verkehr auf dem Unteren Zwerchweg

Der Orts­beirat wolle beschließen:

  • 1. Der Orts­beirat Mainz-Kastel spricht sich dagegen aus, dass sich der im Orts­be­zirk Mainz-Kastel befin­dende Teil des Unteren Zwerch­wegs als Zufahrt für das/​ein Gewer­be­ge­biet genutzt bzw. hierfür ausge­baut und frei­ge­geben wird.
  • 2. Der Orts­beirat bittet um Antwort auf die Frage, wie hoch das Verkehrs­auf­kommen im Unteren Zwerchweg aktuell ist und mit welchem Zuwachs an Verkehr bei Inbe­trieb­nahme einer Müll­ver­bren­nungs­an­lage zu rechnen ist.
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Zukunft des Baumarktes Hornbach in Kastel

Der Orts­beirat wolle beschließen:
Der Magis­trat wird gebeten zu berichten, wie weit die Pläne des Baumarktes Horn­bach gediehen sind, von seinem bishe­rigen Standort (Kurt-Hebach-Straße 1) in das Gewer­be­ge­biet Petersweg Ost umzuziehen. 

Begrün­dung: 
Bekannt­lich ist das Unter­nehmen Horn­bach daran inter­es­siert, einen Standort im Gewer­be­ge­biet Petersweg Ost zu beziehen. Zuletzt im Januar 2015 wurde pres­se­öf­fent­lich darüber berichtet. Der Orts­beirat sollte bereits vor etli­chen Monaten über die Pläne infor­miert werden – der seiner­zeit anbe­raumte Termin wurde, bislang ersatzlos, abgesagt. 

Die Öffent­lich­keit ist darüber zu infor­mieren, welche Pläne Horn­bach als groß­flä­chiger Betreiber von Einzel­handel in Kastel verfolgt und wie sich die Verant­wort­li­chen der Kommu­nal­po­litik dazu stellen. 

Weitere Begrün­dung: ggf. mündlich. 

Wies­baden, 12.03.2015

Gewerbegebiet Petersweg Ost: Stand der Verhandlungen mit dem Ortslandwirt

Unter großer Beach­tung der Öffent­lich­keit wurde Ende des Jahres 2013 ein Vergleichs­ver­trag zwischen der Landes­haupt­stadt Wies­baden und dem Ortslandwirt/​GbR Koch/​der Familie Koch mit Zustim­mung der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung unter­zeichnet. Die Unter­zeich­nung des Vergleichs­ver­trages wurde als Ende der „Unsi­cher­heit“ für die Familie Koch und als wich­tiger Schritt für die Entwick­lung des Gewer­be­ge­biets Petersweg Ost bezeichnet.

Es könnten daraufhin, so das Stadt­pla­nungsamt, die Verhand­lungen mit den Umle­gungs­be­tei­ligten und weiteren Inter­es­senten zur Entwick­lung des Gewer­be­stand­orts Petersweg Ost wieder aufge­nommen und das Plan­ver­fahren „Nörd­lich der Ernst Galonske Straße“ weiter­ge­führt werden. Seither, seit rund einem halben Jahr, ist es still um den Vertrag und dessen Umset­zung geworden.

Wir sehen – nach wie vor – eine Gefähr­dung des Betriebs des Orts­land­wirtes Koch. Nach wie vor herrscht Unsi­cher­heit, wie der Betrieb weiter­ge­führt werden kann.

Der Orts­beirat möge beschließen:
Der Magis­trat möge berichten, wie der Stand der Umset­zung des Vergleichs­ver­trags mit der GbR Koch/​Familie Koch ist.

Verkehrsanbindung Gewerbegebiet Petersweg Ost über den Unteren Zwerchweg

Es ist unstrittig, dass die Verkehrs­an­bin­dung des Gewer­be­ge­biets Petersweg Ost proble­ma­tisch und eine Verbes­se­rung notwendig und sinn­voll ist.

Ein wich­tiger Baustein hierfür wäre der Ausbau des ÖPNV; die Pläne für eine Stadt­bahn sind vorerst geschei­tert und die erfor­der­liche Verbes­se­rung des Bus-Ange­bots reicht allein nicht aus.

Die Pläne für den Ausbau der Boelcke­straße sind proble­ma­tisch, umstritten und kurz­fristig nicht reali­sierbar; ebenso die für einen direkten Auto­bahn­an­schluss.
Die Vari­ante, den Unteren Zwerchweg (führt zwischen dem ehema­ligen Gelände Holz-Hess und der Bahn schon heute in das Gewer­be­ge­biet) auszu­bauen, um ihn zu einer nörd­li­chen Zu- und Abfahrt zum Gewer­be­ge­biet Petersweg (Ost) zu ertüch­tigen, ist unseres Wissens noch in der Tiefe zu prüfen.

Als Umlei­tung für Baustellen auf der Boelcke­straße hat der Untere Zwerchweg entspre­chendes Poten­zial bereits gezeigt.

Der komplette von Norden kommende Verkehr (aus Rich­tung Wies­baden und von den Auto­bahnen A66 und A671) könnte, wie heute, vier­spurig auf Kastel, auf die Boelcke­straße zulaufen. Bevor die Boelcke­straße sich verengt, könnte der komplette Verkehr in das (und aus dem) Gewer­be­ge­biet nach rechts abge­leitet werden.

Der umstrit­tene Ausbau der Boelcke­straße mit der Begrün­dung des Ziel­ver­kehrs Petersweg Ost könnte zumin­dest zurück­ge­stellt werden. Die frei­wer­denden Mittel könnten ander­weitig inves­tiert werden.

Der Ausbau der Boelcke­straße wäre dann erst erneut zu prüfen, wenn durch wesent­liche Verän­de­rungen in der Stadt­ent­wick­lung (z. B. Bebauung des „AAFES Geländes“) der origi­näre Verkehr von und nach Kastel zunimmt.

Der Orts­beirat möge beschließen:

  • Der Magis­trat möge prüfen, ob und in welcher Ausge­stal­tung der Untere Zwerchweg als nörd­liche Zu- und Abfahrt zum Gewer­be­ge­biet Petersweg (Ost) ausge­baut werden kann, und entspre­chende Planungen vorlegen.
  • Der Magis­trat wird gebeten, die Pläne zum weiteren Ausbau der Boelcke­straße entspre­chend solange zurück­zu­stellen, bis durch origi­nären Quell- und Ziel­ver­kehr von bzw. nach Kastel (Stich­wort Entwick­lung AAFES Gelände) ggf. adäquater Bedarf entsteht.
  • Der Magis­trat möge die kurz- bis mittel­fristig nicht mehr benö­tigten Mittel für den geplanten Ausbau der Boelcke­straße in erfor­der­liche, sinn­volle infra­struk­tu­relle Maßnahmen inves­tieren, die für die Kasteler Bevöl­ke­rung und für solche Firmen nütz­lich sind, für die das Gewer­be­ge­biet Petersweg ausge­wiesen wurde.

Begrün­dung:
Weitere Begrün­dung ggf. mündlich.

Buslinie 33

Die Linie 33 ist für die AKK-Stadt­teile zu einer ganz wich­tigen Verkehrs­ver­bin­dung mit der Wies­ba­dener Innen­stadt geworden. Der Ausbau des Gewer­be­ge­biets Petersweg, die Nutzung durch Schü­le­rinnen und Schüler und andere Gründe haben dazu beigetragen. Die Buslinie wird auch außer­halb der Haupt­ver­kehrs­zeiten sehr gut angenommen.

Der Orts­beirat möge deshalb beschließen:
Der Magis­trat möge dafür Sorge tragen, dass die Takt­zeiten der Linie 33 – auch außer­halb der Haupt­ver­kehrs­zeiten – verkürzt und „harmo­ni­siert“ werden.

Begrün­dung:
Weitere Begrün­dung ggf. mündlich.

Mainz-Kastel, den 28. August 2013
gez. Ronny Maritzen
– Frak­ti­ons­spre­cher –

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