AUF vor Ort in der Waldhofstraße am Sonntag, 30. Oktober 2016 um 15.00 Uhr

Zu einem Vor-Ort-Termin lädt die Kost­heimer AUF-Frak­tion am Sonntag, den 30. Oktober um 15.00 Uhr in der Wald­hof­straße ein.

Anlass für den Termin sind die fort­schrei­tenden Geschwin­dig­keits­über­tre­tungen in der Wald­hof­straße. Die AUF-Frak­tion will darüber disku­tieren, welche Möglich­keiten der Verkehrs­be­ru­hi­gung es in der Wald­hof­straße gibt. Alle Anwoh­ne­rinnen und Anwohner sind herz­lich einge­laden, Vorschläge einzu­bringen und sich an der Diskus­sion zu betei­ligen. Eine Anmel­dung ist nicht erfor­der­lich, Treff­punkt ist vor dem Hallenbad.

AUF vor Ort im Steinern-Kreuz-Weg: Anwohner wünschen mehrheitlich keine Veränderungen

Kein weiteres Grün und keine Baum­pflan­zungen im Stei­nern-Kreuz-Weg, das ist das Ergebnis des Vor-Ort-Termins des Arbeits­kreis Umwelt und Frieden (AUF) Kost­heim. Rund zwanzig Bürge­rinnen und Bürger betei­ligten sich an dem Termin, zu dem die AUF-Frak­tion einge­laden hatte, nachdem ein Anwohner beim AUF eine Umge­stal­tung der Straße ange­regt hatte.

Die große Mehr­heit der Anwe­senden hielt Verän­de­rungen in der Straße nicht für nötig, nur verein­zelt gab es den Wunsch nach einer opti­schen Aufwer­tung der breiten Straße. In der Diskus­sion wurde von anwe­senden Bürgern ange­regt, die Straße zur Spiel­straße umzu­widmen. Die AUF-Frak­tion hält das wegen der dann nötigen bauli­chen Verän­de­rungen für schwierig, wird den Vorschlag aber disku­tieren und auch prüfen, ob die für eine Spiel­straße nötigen recht­li­chen Voraus­set­zungen gegeben sind.

AUF bleibt weiter vor Ort

Nach einer Bege­hung in der west­li­chen Haupt­straße und einer Fahr­rad­tour durch Kost­heim war das der dritte Vor-Ort-Termin der AUF-Frak­tion in Kost­heim. „Alle bishe­rigen Treffen wurden von Bürgern mit großem Inter­esse aufge­nommen, der Wunsch, Einfluss auf die Orts­po­litik zu nehmen, ist in Kost­heim groß,“ erklärte AUF-Frak­ti­ons­spre­cherin Marion Mück-Raab. Ihre Frak­tion wolle an dieser Form, Bürger stärker an Diskus­sionen zu betei­ligen festhalten. 

Geplant sei in nächster Zeit ein Vor-Ort-Termin in der Wald­hof­straße, hier häuften sich die Beschwerden der Anwohner über Geschwindigkeitsüberschreitungen.

„Gerade auf Orts­ebene ist es sinn­voll und nötig, Bürge­rinnen und Bürger stärker mitein­zu­be­ziehen,“ so Mück-Raab. Die Möglich­keiten der Betei­li­gung will der AUF deshalb weiter ausbauen. Eine weitere Form der Einfluss­nahme hat der AUF AKK jetzt geschaffen: Auf seiner Home­page www​.auf​-akk​.de ist es jedem Bürger möglich, Anträge für den Orts­beirat vorzu­schlagen. Unter der Rubrik „Ihr Antrag für den Orts­beirat“ können Bürger aus Kastel und Kost­heim ihre Vorschläge einbringen.

„Der Ortsbeirat Kostheim ist verkehrspolitisch im Tiefschlaf!“

Kostheimer Ortsbeirat lehnt alle Anträge des AUF zum Thema Fahrradfahren ab

„In Kost­heim kann man eigent­lich nur noch vom Fahrrad absteigen und sich ins Auto setzen!“ kommen­tierte AUF-Frak­ti­ons­spre­cherin Marion Mück-Raab das Ergebnis der Oktober-Sitzung des Kost­heimer Orts­bei­rates. Der lehnte mit den Stimmen aller anderen Frak­tionen sämt­liche Anträge des Arbeits­kreis Umwelt und Frieden (AUF) ab, die auf einen Ausbau des Radver­kehrs und besseren Schutz für Radfahrer in Kost­heim zielten. 

Die AUF-Frak­tion fand bei keiner anderen Frak­tion Unter­stüt­zung für ihre Forde­rung, einen Fahr­rad­schutz­streifen in der Haupt­straße ab Mainzer Weg bis Maar­au­straße einzu­richten. Eben­falls abge­lehnt wurde ein Schutz­streifen in der Hoch­heimer Straße ab Uthmann­straße Rich­tung Hochheim. 

Auch der Vorschlag, das Main­ufer zwischen Main­brücke und Aussichts­turm zur Fahr­rad­straße zu erklären, wurde abge­schmet­tert. Weiter war der Orts­beirat nicht gewillt, weitere Einbahn­straßen in Kost­heim für den Radver­kehr zu öffnen. Bisher ist es Radfah­rern in elf Straßen gestattet, gegen die Einbahn­straße zu fahren.

Wie nötig es sei, den Radver­kehr zu stärken und Autos zurück­zu­drängen, wisse mitt­ler­weile jeder, so Mück-Raab. „Was das für den Klima­schutz bedeutet, den Schutz vor Fein­staub, Abgasen und Lärm – das sind ja alles Binsen­weis­heiten.“ Verblüfft habe sie deshalb, wie blind alle anderen Frak­tionen für diese Probleme seien, und wie wenig sie die Belange von Radfah­rern über­haupt inter­es­sierten: „Es ist doch hane­bü­chener Unsinn, wenn der Schwer­last­ver­kehr auf der Haupt­straße als Argu­ment gegen einen Schutz­streifen benutzt wird. Gerade weil diese Straße so gefähr­lich ist, brau­chen wir mehr Schutz für Radfahrer.“ 

Das Niveau der Diskus­sion sei enttäu­schend gewesen, die Bereit­schaft, sich mit Fakten über­haupt erst einmal ausein­an­der­zu­setzen, gleich Null. „Weder das, was im Radver­kehrs­kon­zept der Stadt steht, fand Inter­esse, noch die poli­zei­li­chen Zahlen der Unfall­sta­tistik. Die wurden gleich mal angezweifelt.“ 

Die Pläne von Verkehrs­de­zer­nentin Sigrid Möricke (SPD), den Radver­kehrs­an­teil bis 2030 von derzeit sechs auf 20 Prozent zu stei­gern, indem sie Fahr­rad­straßen schaffen und weitere Einbahn­straßen öffnen will, gehe am Kost­heimer Orts­beirat völlig vorbei: „Von dem kann die Dezer­nentin im diesem Punkt keinerlei Unter­stüt­zung erwarten. Der Orts­beirat Kost­heim ist verkehrs­po­li­tisch im Tiefschlaf.“

Der Arbeits­kreis Umwelt und Frieden will sich von der Abstim­mungs­nie­der­lage nicht entmu­tigen lassen: „Wir werden an unserer Forde­rung fest­halten, das Radwe­ge­netz in Kost­heim auszu­bauen und Kost­heim für Radfahrer sicherer zu machen. Prio­rität für uns haben jetzt erst einmal die Fahr­rad­schutz­streifen auf der Haupt­straße und der Hoch­heimer Straße.“

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