Gestaltung Busterminal am Hochkreisel

Antrag Nr. 20/21 zur Sitzung des Ortsbeirates Mainz-Kastel am: Dienstag, 28. September 2021

Gestaltung Busterminal am Hochkreisel

Das Busterminal am Hochkreisel der Theodor-Heuß-Brücke, der täglich von 100.000 Menschen (96.900 Personen in 2018) frequentiert wird, ist kein ansehnliches Entrée der Landeshauptstadt Wiesbaden. Insbesondere der Betonsockel des Terminals ist unansehnlich und mit Schriftzügen beschmiert. Der Innenbereich des Terminals ist häufig verdreckt. Der Bereich unter dem Hochkreisel ist hingegen mit Graffiti so gestaltet, dass er positive Aufmerksamkeit erfährt.

„Gestaltung Busterminal am Hochkreisel“ weiterlesen

Grundlagen der Verkehrsprognose Hochkreisel/Theodor-Heuß-Brücke

Antrag Nr. 12.18 zur Sitzung des Ortsbeirates Mainz-Kastel am: Mittwoch, 21. November 2018

Grundlagen der Verkehrsprognose Hochkreisel/Theodor-Heuß-Brücke

Der Ortsbeirat wolle beschließen:
Der Magistrat möge detailliert darlegen, welche Annahmen der Aussage zu Grunde liegen, der Verkehr auf der Theodor-Heuß-Brücke bzw. dem Hochkreisel Kastel werde bis zum Jahr 2030 (nur) um 7% zunehmen. Der Ortsbeirat erwartet die Angabe der verwendeten Datenquellen und Rechenschritte, die zu dieser Prognose führten.

Der Ortsbeirat erwartet auch eine Antwort auf die Frage, welche künftigen Wohngebiete in Nähe der Theodor-Heuß-Brücke (zumindest im Umkreis von 5 km) mit welcher prognostizierten Zahl an Wohnungen und Einwohner*innen in die Prognose einbezogen wurden und ob dabei auch entsprechende künftige Wohnbebauung auf der anderen Rheinseite berücksichtigt wurde und wenn ja, in welcher Größenordnung.

Begründung:
Die aktuellen Zahlen des Verkehrsdezernats machen deutlich, dass bereits jetzt täglich mehr als 100.000 Personen die „Verkehrsdrehscheibe“ Hochkreisel Kastel passieren, über die auch die Citybahn geführt werden soll. Die Theodor-Heuß-Brücke passieren nach diesen Angaben täglich 96.900 Personen, davon 63.500 im motorisierten Individualverkehr in 46.200 Fahrzeugen mit durchschnittlich 1,4 Insassen, 28.000 Personen in 800 Bussen der acht Linien im Verkehrsbund Mainz-Wiesbaden, ca. 3.500 Radfahrende und 1.900 Personen zu Fuß; zusätzlich Busfahrgäste außerhalb des VMW.

Die offizielle Verkehrsprognose des Dezernats, wie in der Bürgerinformationsveranstaltung am 13.9.2018 vorgestellt und im Städteausschuss Mainz-Wiesbaden am 6.11.2018 bekräftigt, geht von einer Zunahme des Verkehrs am Hochkreisel Kastel bis zum Jahr 2030 um (nur) 7 % aus.

In den kommenden 12 Jahren ist mit der Entwicklung folgender Wohngebiete und Gewerbegebiete zu rechnen: 818 Wohnungen auf ca. 80.000 m2 Wohnfläche im LINDE-Quartier (11,7 ha) mit voraussichtlich ca. 3000 Einwohner*innen, 1000-1500 Wohnungen in „Kastel West“ laut aktuellen Angaben des Stadtplanungsdezernats. Dieses schließt das Areal der ehemaligen gewerblichen Nutzung der Firma Clemens sowie ehemals von der Bereitschaftspolizei genutzter Flächen ein. Auf der anderen Seite der Wiesbadener Straße sollen weitere Flächen bebaut werden, ebenso im Bereich Kastel Housing Area (über 11 ha). Die gänzliche Freigabe des Geländes wurde von der US-amerikanische Standortkommandantur angekündigt, ebenso die Freigabe des mitten in Kastel gelegenen Geländes Kastel Storage Station (im Volksmund AFEX-Gelände“ genannt) mit über 23 ha. Durch die künftige Bebauung dieser Flächen ist mit einem Bevölkerungswachstum in den AKK-Stadtteilen – alleine in unmittelbarer Nähe zur Theodor-Heuß-Brücke – in der Größenordnung zu rechnen, die der aktuellen Bevölkerungszahl von Mainz-Kastel entspricht. Nicht dabei berücksichtigt sind Nachverdichtungen, Schließung von Baulücken und Umwandlung von flächenintensiven gewerblichen Nutzungen für den Wohnungsbau wie gegenwärtig z. B. in Mainz-Amöneburg an der Wiesbadener Straße und in der Zelterstraße.

Zusätzlich soll in Mainz-Kastel nach dem noch überwiegend unbebauten, aber sich schnell entwickelnden Gewerbe- und Handelsgebiet Petersweg Ost ein weiteres Gewerbegebiet in Größe von 50-51 ha in „Kastel-Ostfeld“ entstehen, ebenso ein Wohngebiet von 30-35 ha mit Wohnungen für 8000 bis 10.000 oder mehr Menschen am Fort Biehler.

Angesichts dieser Planungen ist für den Ortsbeirat und Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar darzustellen, wieso die Verkehrsplanung von einer Zunahme des Verkehrs am Hochkreisel Kastel von nur 7 % bis zum Jahr 2030 ausgeht.

Mainz-Kastel, 12. November 2018
Ronny Maritzen
– Fraktionssprecher –

Querungshilfen am Hochkreisel Kastel

Antrag Nr. 19.2017 Antrag zur Sitzung des Ortsbeirates Mainz-Kastel am: Dienstag, 21. November 2017

Querungshilfen am Hochkreisel Kastel

Der Ortsbeirat wolle beschließen:
Der Magistrat möge an der Stelle zwischen Busterminal Hochkreisel Kastel und stromunterseitigem Geh- und Radweg, an der während der Sanierungsarbeiten auf der Theodor-Heuß-Brücke eine (gelb markierte) Querungshilfe bestand, eine Querungshilfe („Zebrastreifen“) vor und hinter dem Fahrbahnteiler dauerhaft einrichten.

Außerdem sollten am Hochkreisel zwischen den Fahrbahnteilern auf der Eisenbahnstraße ebenfalls Querungshilfen markiert werden. Eine entsprechende Beschilderung sollte geprüft werden, da der Hochkreisel nicht nur für den motorisierten Individualverkehr sondern auch für den ÖPNV und den nicht-motorisierten Verkehr ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt ist.

Begründung:
Während der Sanierungsarbeiten an der Fahrbahndecke auf der Theodor-Heuß-Brücke im letzten Sommer bestand eine (gelb markierte) Querungshilfe für Fußgängerinnen und Fußgänger zwischen dem stromunterseitigem Rad- und Gehweg und dem Busterminal Hochkreisel, der von Fußgänger*innen, Radfahrenden sowie Nutzer*innen des ÖPNV dankbar angenommen wurde.

Nach Abschluss der Fahrbahndeckenarbeiten gibt es an der genannten Stelle wieder nur ein Fahrbahnteiler. Die (gelbe) provisorische Fußgängerquerungshilfe wurde entfernt und nicht in eine dauerhafte (weiß markierte) umgewandelt. Angesichts der wiederkehrenden politischen Bekenntnisse, den ÖPNV und die Nutzung emissionsfreier Verkehrsarten fördern zu wollen, sollte an der genannten Stelle eine Querungshilfe („Zebrastreifen“) angebracht werden.

Weitere Begründung: mündlich.

Mainz-Kastel, 11.November 2017
gez. Ronny Maritzen
– Fraktionssprecher –

Erhöhung der Verkehrssicherheit am Hochkreisel in Mainz-Kastel

Antrag Nr. 01.2017 Antrag zur Sitzung des Ortsbeirates Mainz-Kastel am: Dienstag, 24. Januar 2017

Erhöhung der Verkehrssicherheit am Hochkreisel in Mainz-Kastel

Der Ortsbeirat wolle beschließen:
Der Magistrat möge an den Ortsbeirat Mainz-Kastel folgende Informationen übermitteln:

  • Anzahl der Unfälle am Hochkreisel in den letzten fünf Jahren (nach Anfrage bzw. Aussage der Polizei), insbesondere bei wie vielen Unfällen an diesem Verkehrsknotenpunkt Personenschäden die Folge waren (differenziert nach Insassen von PKW, LKW, Bussen, Fußgänger*innen und Radfahrer*innen),
  • an welchen Stellen im bzw. am Hochkreisel sich überrepräsentativ Unfälle ereigneten,
  • welche Maßnahmen er plant, um die Gefährdungen von Verkehrsteilnehmer*innen am Hochkreisel – insbesondere an diesen Stellen – zu mindern, und für wann er die Realisierung dieser Maßnahmen plant,
  • wie häufig in den letzten fünf Jahren Verkehrskontrollen am Hochkreisel stattfanden (Zahl der Einsatztage),
  • wie viele und welche Verkehrsverstöße festgestellt und geahndet wurden und
  • (nach Anfrage bzw. Aussage der Verkehrsbetriebe) wie viele Busse den Hochkreisel (an einem gewöhnlichen Werktag, davon zwischen 6 und 10 Uhr sowie 15 und 19 Uhr) den Hochkreisel passieren.

Begründung:
Auf eine entsprechende Anfrage antwortete die Verkehrsdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden, Frau Stadträtin Sigrid Möricke, am 15.12.16, dass die letzte Verkehrszählung am Hochkreisel ergeben habe, dass an diesem Tage (3. Juni 2014) im Zeitraum zwischen 6 und 10 Uhr 11.978 PKW sowie 449 „Schwerverkehr“ sowie zwischen 15 und 19 Uhr 14.802 PKW sowie 356 „Schwerverkehr“ den Hochkreisel befahren haben.

Auf der Theodor-Heuss-Brücke, an der Zufahrt zum Hochkreisel, wurden an diesem Tag auch die Fußgänger- und Radfahrquerungen erhoben. Laut Auskunft passierten zwischen 6 und 10 Uhr 463 Fußgänger und 161 Radfahrer die Zufahrt, zwischen 15 und 19 Uhr 702 Fußgänger und 171 Radfahrer.

Eine Differenzierung beim Schwerverkehr zwischen Bussen und LKW war der Verkehrsdezernentin nicht möglich. Auch konnte sie keine Auskünfte zu Unfallhäufigkeiten und Unfallbeteiligungen geben.

Mainz-Kastel, 9. Januar 2017
gez. Ronny Maritzen
– Fraktionssprecher –

Busbahnhof Hochkreisel

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, sich dafür einsetzen, dass der Hauptumsteigepunkt (für alle Buslinien) des ÖPNV in Mainz-Kastel vom Brückenkopf Mainz-Kastel/Hochkreisel für eine Erprobungsphase von 6 bis 8 Wochen zum Bahnhof Mainz-Kastel verlegt wird.

Der geplante Neubau einer zentralen Haltestelle auf dem Brückenkopf Mainz-Kastel sollte bis zum Vorliegen von Erfahrungswerten aus der Probephase ausgesetzt werden.

In Geänderter Fassung einstimmig angenommen.

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, sich dafür einsetzen, dass der Hauptumsteigepunkt (für alle Buslinien) des ÖPNV in Mainz-Kastel vom Brückenkopf Mainz-Kastel/ Hochkreisel für eine Erprobungsphase von 6 bis 8 Wochen zum Bahnhof Mainz-Kastel verlegt wird.

Außerdem wird der Magistrat gebeten, die derzeitige Umsteigebushaltestelle während der Bauphase vom Rathenauplatz an den Bahnhof Kastel zu verlegen.

Ergebnis:
Der Antrag wurde in geänderter Fassung angenommen

Busbahnhof Hochkreisel (SPD, AUF)

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten sich dafür einsetzen, dass der Hauptumsteigepunkt (für alle Buslinien) des ÖPNV in Mainz-Kastel vom Brückenkopf Mainz-Kastel/Hochkreisel für eine Erprobungsphase von 6-8 Wochen zum Bahnhof Mainz-Kastel verlegt wird. Der geplante Neubau einer zentralen Haltestelle auf dem Brückenkopf Mainz-Kastel sollte bis zum Vorliegen von Erfahrungswerten aus der Probephase ausgesetzt werden.

Im Ortsbeirat Mainz-Kastel und in der Bürgerschaft vor Ort wurde schon vor längerer Zeit die Überlegung ins Spiel gebracht, den Busknotenpunkt ganz vom Hochkreisel an den Bahnhofsvorplatz zu verlegen, um so die Haltestelle auf dem Hochkreisel und die für dort geplante neue Wartehalle mit einem sehr umstrittenen PVC-Dach zu erübrigen. Wenn die
Bushaltestelle auf dem Hochkreisel während der jetzt beginnenden Bauphase sowieso nicht angefahren werden kann, ist das die Gelegenheit, diesen Vorschlag unter Echtbedingungen zu prüfen.

Der ÖPNV ist kein Selbstzweck, sondern er soll möglichst viele Fahrgäste möglichst bequem transportieren.

Eine erhebliche Anzahl von Fahrgästen, die am Hochkreisel aus- und einsteigen, sind Umsteiger/innen von der (S-)Bahn zu den Bus-Linien 6 und 9 bzw. umgekehrt. Der Hochkreisel ist aber vom Bahnhof aus nur schlecht zu erreichen und erfüllt daher nicht den Zweck des ÖPNV.

Ergebnis:
Der Beschluss wurde mit den Stimmen von SPD und AUF angenommen

AUF zum Hochkreisel: Aus der Baustelle einen Feldversuch machen

Der AUF-Kastel bringt eine neue Überlegung zum geplanten Hochkreiselumbau in Kastel ins Spiel. Im Mai soll der umstrittene Umbau des Hochkreisels mit dem Einrichten der Baustelle beginnen. Roland Rübel, Mitglied der AUF-Fraktion im Ortsbeirat Kastel hatte die Idee: „Wenn die Bushaltestelle auf dem Hochkreisel während der Bauphase sowieso nicht angefahren werden kann, ist das die Gelegenheit, den Vorschlag der AUF unter Echtbedingungen zu prüfen“.

Die vom AUF ins Spiel gebrachte Variante sähe vor, den Busparkplatz ganz vom Hochkreisel an den Bahnhofsvorplatz zu verlegen, um so die Haltestelle am Hochkreisel und das umstrittene PVC-Dach (der Volksmund schwankt zwischen Beduinenzelt und Plastikmieder) ganz zu erübrigen. Ronny Maritzen. Fraktionssprecher des AUF-Kastel: „Das wäre nochmals die Gelegenheit, das umstrittene Projekt zu prüfen und ggf. zu stoppen. Die Gründung des Hochkreisels ist sicher kein Nachteil, aber weitere Kosten für das Zelt könnten ggf. gespart werden.“

Das Projekt sollte schon längst in der Realisierung sein, aber statische Bedenken haben Zeitverzögerung und Kostenerhöhung gebracht; der Grund des Hochkreisels ist für die geplante Stahlkonstruktion des Daches zu schwach.

„Jetzt ist die Gelegenheit“, so Rübel und Maritzen abschließend, „unseren Vorschlag, den Busterminal an den Bahnhofsvorplatz zu verlegen, unter Echtbedingungen auf Herz und Nieren und unter allen Facetten zu begutachten. Und zwar auch unter dem Blickwinkel der Autofahrer, aber auch unter dem Blickwinkel der Gehbehinderten, Rollstuhlfahrer und vieler anderer ÖPNV-Nutzerinnen und Nutzer. Noch ist es nicht zu spät für eine vernünftige Lösung.“

Ronny Maritzen, 18.4.2011