Barrierefreiheit am Kransand sichern – Aufzug schützen

Antrag Nr. 12/2026 zur Sitzung des Ortsbeirats Mainz-Kastel am: Dienstag, 23. Juni 2026

Barrierefreiheit am Kransand sichern – Aufzug schützen, Ausweichlösung schaffen, dauerhaften Zugang gewährleisten

Der Orts­beirat Mainz-Kastel möge beschließen:
Der Magis­trat wird gebeten,

  • 1.) kurz­fristig darzu­stellen, welche Maßnahmen während des erneuten Ausfalls des Aufzugs am Kran­sand ergriffen werden, um mobi­li­täts­ein­ge­schränkten Menschen weiterhin einen möglichst barrie­re­armen Zugang zwischen Alt-Kastel, Hoch­kreisel, Rhein­ufer, Bahnhof/​Busterminal und Rhein­pro­me­nade zu ermöglichen;
  • 2.) zu prüfen und dem Orts­beirat zu berichten, wie der Aufzug künftig besser gegen Vanda­lismus geschützt und nach Schäden schneller wieder in Betrieb genommen werden kann;
  • 3.) ein Konzept für eine dauer­haft verläss­liche barrie­re­arme Verbin­dung in diesem Bereich vorzu­legen, damit die Teil­habe mobi­li­täts­ein­ge­schränkter Menschen nicht allein vom Funk­tio­nieren eines einzelnen Aufzugs abhängt;
  • 4.) den Orts­beirat über Scha­dens­bild, Repa­ra­tur­zeit­plan, Kosten, Versi­che­rungs­lage und mögliche bauliche Verbes­se­rungen zu informieren;
  • 5.) sicher­zu­stellen, dass der Orts­beirat Mainz-Kastel künftig bei länger andau­ernden Ausfällen wich­tiger öffent­li­cher Infra­struktur im Stadt­teil, insbe­son­dere bei erheb­li­chen Einschrän­kungen der Barrie­re­frei­heit, zeitnah durch die zustän­dige Fach­ver­wal­tung bzw. das zustän­dige Dezernat infor­miert wird.

Begrün­dung:
Der Aufzug am Kran­sand ist erneut beschä­digt worden und steht nach der Bericht­erstat­tung des Wies­ba­dener Kuriers voraus­sicht­lich über einen längeren Zeit­raum nicht zur Verfügung.

Der Aufzug hat für Kastel eine wich­tige Funk­tion. Er verbindet den Bereich Alt-Kastel/R­hein­ufer mit dem Hoch­kreisel, dem Bahn­hofs­um­feld, dem Busterminal und der Rhein­pro­me­nade. Für viele Menschen ist dieser Zugang nicht nur bequem, sondern notwendig: für Menschen im Roll­stuhl, mit Rollator, mit Kinder­wagen, mit Fahrrad, mit schwerem Gepäck oder mit einge­schränkter Mobilität.

Wenn dieser Aufzug ausfällt, entsteht eine erheb­liche Barriere. Die vorhan­denen Trep­pen­an­lagen sind für viele Betrof­fene keine zumut­bare Alter­na­tive. Deshalb reicht es nicht aus, den Schaden ledig­lich zu repa­rieren und auf die Wieder­in­be­trieb­nahme zu warten.

Der Orts­beirat sieht die Notwen­dig­keit, kurz­fristig eine Ausweich­lö­sung zu prüfen und zugleich dauer­haft sicher­zu­stellen, dass Barrie­re­frei­heit in diesem Bereich verläss­lich gewähr­leistet wird. Dazu gehören ein besserer Schutz des Aufzugs, ein schnel­leres Repa­ratur- und Melde­ver­fahren sowie eine grund­sätz­liche Betrach­tung der Wege­be­zie­hungen zwischen Alt-Kastel, Rhein­ufer, Hoch­kreisel, Bahnhof und Busterminal.

Darüber hinaus ist es nicht hinnehmbar, wenn der Orts­beirat von erheb­li­chen Einschrän­kungen zentraler öffent­li­cher Infra­struktur im Stadt­teil erst aus der Presse oder durch Hinweise aus der Bevöl­ke­rung erfährt. Gerade bei längeren Ausfällen, die die Mobi­lität vieler Menschen konkret einschränken, muss der Orts­beirat zeitnah infor­miert werden. Nur so kann er seine Aufgabe als örtliche Inter­es­sen­ver­tre­tung sach­ge­recht wahrnehmen.

Barrie­re­frei­heit darf nicht davon abhängen, ob ein einzelner Aufzug gerade funktioniert.

Mainz-Kastel, 08.06.2026
Ronny Maritzen
– Frak­ti­ons­vor­sit­zender –

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