
Pressemitteilung AUF AKK vom 22. Januar 2026
Güterhalle Kastel: Verschließen reicht nicht – Entwicklungsperspektive fehlt weiterhin
Die anhaltende Kritik an den Zuständen rund um die ehemalige Güterhalle zwischen Reduit und Bahnhof Mainz-Kastel zeigt erste Wirkung. Nach der jüngsten Berichterstattung der örtlichen Presse hat der private Eigentümer angekündigt, die Zugänge zum Gebäudekomplex so zu sichern, dass ein unbefugtes Betreten – insbesondere durch Kinder und Jugendliche – künftig ausgeschlossen wird. Damit soll akuten Sicherheitsrisiken begegnet werden. Zugleich teilte der Eigentümer mit, an einer dauerhaften Lösung zu arbeiten.
Für den Ortsvorsteher von Kastel, Hartmut Bohrer, ist das ein notwendiger, aber nur erster Schritt. „Eine sichere Verschließung ist wichtig, ersetzt aber keine tragfähige Perspektive für diesen zentralen Ort“, so Bohrer. Die ehemalige Güterhalle liege in einem sensiblen und städtebaulich bedeutenden Bereich – zwischen dem Kasteler Wahrzeichen und Kulturdenkmal Reduit, dem Rheinufer und dem Bahnhofsumfeld.
Für das Areal existieren mit dem Rhein-Main-Ufer-Konzept städtische Planungen, die unter breiter Beteiligung der Bürgerschaft und mit fachlicher Begleitung erarbeitet wurden und vom Ortsbeirat unterstützt werden. Vor dem Hintergrund neuer Wohnquartiere wie dem Linde-Quartier und dem künftigen Bürgerhaus sei es aus Sicht des Ortsbeirats dringend erforderlich, diese Planungen endlich umzusetzen.
Zugleich weist der Ortsvorsteher darauf hin, dass die derzeit am Bauzaun präsentierten Planungen des Eigentümers über kein gültiges Baurecht verfügen. Der Ortsbeirat erwartet daher eine aktive Rolle der Stadt Wiesbaden, um gemeinsam mit dem Eigentümer eine Lösung zu entwickeln, die dem Ort und dem Stadtteil gerecht wird.
„Das Gelände war früher in öffentlichem Eigentum. Es sollte auch künftig einer Nutzung dienen, die dem Gemeinwohl und der Entwicklung Kastels zugutekommt“, so Bohrer abschließend.
Kontakt: Philipp Pfefferkorn
pfefferkorn@auf-akk.de