AUF hält Kosten für die Absperrung des Mathildenhofes für zu hoch

Fast 29.000 Euro hat es die Stadt in den letzten zwei Jahren gekostet, den Mathil­denhof täglich absperren zu lassen. Das geht aus einer Antwort von Ordnungs­de­zer­nent Dr. Oliver Franz (CDU) auf eine Frage des Stadt­ver­ord­neten Hartmut Bohrer (Die Linke) hervor.

„Dieser Betrag steht in keinem Verhältnis zu mögli­chen Sach­be­schä­di­gungen“, so Marion Mück-Raab, Frak­ti­ons­spre­cherin des AUF Kost­heim. „Das Geld hätte man genauso gut verbrennen können.“ Man dürfe gar nicht darüber nach­denken, wo überall Geld fehle. Aber für so unnö­tige Maßnahmen würden fünf­stel­lige Beträge ausgegeben.

Das Argu­ment, der Mathil­denhof müsse vor Vanda­lismus geschützt werden, hält Mück-Raab für nicht nach­voll­ziehbar: „Auch andere öffent­liche Grün­flä­chen sind für die Bürger jeder­zeit zugäng­lich – warum sollte ausge­rechnet der Mathil­denhof beson­ders gesi­chert werden?“ Auch findet sie die Öffnungs­zeiten wenig bürger­freund­lich. In den Sommer­mo­naten habe man oft schon um 17 Uhr vor verschlos­senen Toren gestanden. Es sei doch absurd, eine Frei­zeit­fläche pünkt­lich zum Feier­abend zu schließen.

Der AUF Kost­heim bat bereits im Mai um die Infor­ma­tion, was der Schließ­dienst kostet. Einen Antrag mit den entspre­chenden Fragen an den Magis­trat, lehnte der Kost­heimer Orts­beirat jedoch mehr­heit­lich ab: „Vermut­lich, um diese horrenden Kosten unter der Decke zu halten“, kommen­tiert Mück-Raab das unge­wöhn­liche Vorgehen. Der AUF hatte daraufhin den Stadt­ver­ord­neten Hartmut Bohrer gebeten, die Kosten zu erfragen.

Mück-Raab kündigte an, die Sache nicht auf sich beruhen zu lassen. „Wir werden den Mathil­denhof in der November-Sitzung des Orts­bei­rates erneut zum Thema machen.“