Bye, bye Bürgerhaus – und was dann?

AUF lädt ein zum Marktfrühstück in Kostheim am Donnerstag, 3. März 2016
Wenn das Bürgerhaus in Kostheim abgerissen wird – was kommt dann? Wird dann alles mit Wohnungen zugebaut? Wird es noch ein Zentrum geben, wo man sich treffen kann? Die Bücherei? Räume wenigstens für kleine Veranstaltungen? Und was wird mit dem Seniorentreff? Diese Fragen beschäftigen viele Kostheimerinnen und Kostheimer und sind Thema beim Marktfrühstück des AUF am Donnerstag, 3. März 2016 ab 10 Uhr.
„Wir bringen Kaffee und Kuchen mit, wer lieber warme Fleischwurst oder ein Käsebrötchen essen will, kann sich das auf dem Kostheimer Markt kaufen,“ erklärt Marion Mück-Raab, AUF-Kandidatin für den Kostheimer Ortsbeirat. Sie will den kleinen Markt, der regelmäßig am Donnerstag vormittags stattfindet, auch in Zukunft noch in Kostheim sehen: „Nicht nur für die älteren Menschen ist diese nahe Einkaufsmöglichkeit ein Gewinn. Der Markt ist ein Treffpunkt, er bringt Leben nach Kostheim.“ Das müsse man dringend unterstützen – auch indem man dort einkauft.

Kostheim soll kein Schlafdorf werden, das wünscht sich der AUF. Er wird deshalb die Ortskernentwicklung in den nächsten fünf Jahren zu einem seiner Arbeitsschwerpunkte machen: „Wer Lust hat, mit uns gemeinsam Ideen zu entwickeln, wer versuchen will, die Planungen der Stadt im Sinne von Kostheim zu beeinflussen, ist herzlich eingeladen.“ Ebenfalls anwesend sind Hartmut Bohrer und Mechthilde Coigné, beide sind Mitglieder des AUF und kandidieren auf der Liste der Linken für die Stadtverordnetenversammlung.

Wer an diesem Morgen nicht zum Markt kommen kann, aber künftig zu Diskussionen eingeladen werden will, kann sich an Marion Mück-Raab wenden, Telefon 28 45 68 oder per Email mueck-raab@gmx.de

Kein bedingungsloses Ja zum gemeinsamen Bürgerhaus

Die AUF-Vertreter Marion Mück-Raab und Hartmut Bohrer haben in dem Workshop „Zukunft der Bürgerhäuser Kastel und Kostheim“ einem Beschluss zugestimmt, in welchem den Ortsbeiräten Kastel und Kostheim empfohlen wird, nur unter bestimmten Voraussetzungen einem gemeinsamen Bürgerhaus für Kastel und Kostheim zuzustimmen.
„Wir freuen uns, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops in ihrer Mehrheit kein bedingungsloses Ja zu diesem gemeinsamen Projekt formuliert haben“, erklärte Hartmut Bohrer. Voraussetzung für das gemeinsame Bürgerhaus sei, dass für beide Stadtteile verbindliche Konzepte für die Erhaltung der Ortskerne entwickelt werden. In Kastel soll nach dem Wunsch der Workshop-Teilnehmer sämtlichen Einrichtungen, die sich derzeit im Kasteler Bürgerhaus befinden, angeboten werden, in die Mainzer Straße oder die unmittelbare Umgebung umzuziehen. In Kostheim muss – so die Beschlussempfehlung des Workshops – eine Lösung gesucht werden, die ermöglicht, dass mindestens sämtliche Dauernutzer am alten Standort in der Winterstraße verbleiben. Dazu zählen neben der Stadtteilbibliothek, der Musikverein Concordia und eine kleine Nachhilfeschule. Darüber hinaus sollen weiterhin Räume bestehen, die eine soziale und kulturelle Arbeit in Alt-Kostheim ermöglichen. Auch ein freier Platz für Wochenmarkt und Stadtteilfeste muss erhalten bleiben. „Der Ortskern muss als soziales und kulturelles Zentrum von Alt-Kostheim erhalten werden“, erklärte Mück-Raab.
Nicht durchsetzen konnten sich die Vertreter der AUF-Fraktionen mit ihrem Wunsch, die Forderung nach einer Bürgerbeteiligung konkret und verbindlich festzuschreiben. „Wir wollten, dass der Oberbürgermeister aufgefordert wird, einen Vorschlag zu machen, wie eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in Kastel und Kostheim organisiert werden kann, die über bloße Informationspolitik hinausgeht,“ erklärte Marion Mück-Raab. „Da in den nächsten Monaten ein Bürgerbeteiligungsmodell in Wiesbaden entwickelt werden soll, wäre das eine gute Gelegenheit, Ideen und Modelle aus anderen Kommunen hier vor Ort auszuprobieren.“ Doch der Vorschlag, bei der Bürgerbeteiligung konkreter zu werden, sei von der Workshop-Mehrheit leider abgelehnt worden. Im Papier geblieben sei nur ein frommer Wunsch nach aktiver Beteiligung. Die AUF-Vertreter kündigten an, in den jeweiligen Ortsbeiräten dieses Thema noch einmal aufzugreifen. „Wir werden uns in diesem Punkt auf vage Zusagen nicht verlassen.“
bei Rückfragen: Marion Mück-Raab, Telefon 06134 – 28 45 68 Mobil 0159 / 01036057

Gemeinsames Positionspapier der AUF-Fraktionen in den Ortsbeiräten Kastel und Kostheim zur Diskussion um ein neues Bürgerhaus

Wir begrüßen den Vorschlag des Oberbürgermeisters, ein gemeinsames Bürger- und Kulturhaus für Kastel und Kostheim in der Kostheimer Landstraße zu errichten. Der Standort ist für beide Stadtteile gut erreichbar, er verfügt auch über eine gute ÖPNV-Anbindung. Insbesondere für große Veranstaltungen bietet so ein Haus sehr viel bessere Möglichkeiten als die Häuser an den alten Standorten.
Die AUF-Fraktionen in den Ortsbeiräten Kastel und Kostheim werden einem gemeinsamen Bürgerhaus an dieser Stelle allerdings nur unter der Voraussetzung zustimmen, dass gleichzeitig für beide Stadtteile ein verbindliches Konzept für die Erhaltung und Entwicklung der alten Ortskerne entwickelt wird.
Kein Ausverkauf von Alt-Kostheim!
Eine Lösung, die – wie bereits bei der Präsentation der Pläne angedeutet – eine Wohnbebauung im Ortskern von Alt-Kostheim vorsieht, lehnen wir ab.
Das alte Bürgerhaus steht im Herzen von Alt-Kostheim. Der ersatzlose Wegfall dieses Hauses würde den Charakter des Stadtteils verändern, denn Möglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger, sich hier zu begegnen, würden sehr stark eingeschränkt. Das Kostheimer Bürgerhaus ist einer der wenigen noch verbliebenen Treffpunkte in Alt-Kostheim.
Neben der Stadtteilbibliothek, die von Kindern wie von Erwachsenen stark genutzt wird, bietet das Bürgerhaus auch dem Musikverein Concordia Räumlichkeiten für Proben und Unterricht. Darüber hinaus
ist im Keller eine kleine Nachhilfeschule untergebracht, die seit langem auf bessere Räume für die Kinder hofft. Im Kostheimer Bürgerhaus finden regelmäßig Chor- und Ballettproben statt, auch kleinere kulturelle Veranstaltungen, Bazare und vieles mehr. Eine vierwöchige Kunstaktion der „Kostheimer Guckmal-Macher“, die vor kurzem stattfand, fand mit fast 500 Besuchern großes Interesse vor Ort und hat das Bedürfnis nach einem kulturellen Treffpunkt noch einmal unterstrichen. Darüber hinaus führt die benachbarte Carlo-Mierendorff-Schule alljährlich ihre Einschulungsfeierlichkeiten im Bürgerhaus durch, auch die Abschlussfeiern finden dort statt. Die Schule hat keine alternativen Möglichkeiten, die Turnhalle ist zu klein, sie ist auf die Nutzung dieser Räumlichkeiten angewiesen.
Für all diese Nutzungen muss es am alten Standort eine Lösung geben. Die Bücherei, die eng mit den benachbarten Kindergärten und der Schule kooperiert, muss im Ortskern verbleiben. Es müssen Räume geschaffen werden, die eine kulturelle Arbeit in Alt-Kostheim weiterhin ermöglichen. Auch ein freier Platz für Wochenmarkt und Stadtteilfeste muss erhalten bleiben.
Wie der Kostheimer Ortskern in Zukunft aussehen soll, ob es neben der Bücherei, ein kleines Café geben kann, ob der Seniorentreff aus der Schule ausgelagert und an diese Stelle verlegt wird, welche Möglichkeiten für Ausstellungen geschaffen werden und vieles mehr – darüber muss mit den Vereinen aber auch mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kostheim gesprochen werden. Ideen für den Ortskern sollten gemeinsam mit ihnen entwickelt werden.
Bei bloßen Bekenntnissen und Alibiveranstaltungen darf es dabei nicht bleiben. Nach der Pleite der Bürgerbeteiligung beim Linde-Gelände und vor dem Hintergrund, dass der Magistrat bei der Lesselallee gnadenlos gegen den Bürgerwillen vorgeht, ist das Vertrauen der meisten Kostheimer in solche Versprechungen sehr gering. Wir fordern daher ein verbindliches Verfahren und erwarten vom Oberbürgermeister einen konkreten Vorschlag.
Chance für die Mainzer Staße nutzen
Auch in Kastel bietet der Wegfall des Bürgerhauses eine Chance für die Entwicklung des Herzens von Alt-Kastel, nämlich die Mainzer Straße, aber auch der Paulusplatz kann von dieser Entwicklung profitieren. Wir schlagen deshalb vor, sämtliche Einrichtungen, die sich derzeit im Kasteler Bürgerhaus befinden, entsprechend zu verlagern und damit das kommunikative Zentrum von Kastel zu stärken Für die Stadtteilbibliothek bieten sich die Räume der Postagentur am Geschichtsbrunnen an, die seit  kurzem leerstehen. Diese Räumlichkeiten sollten umgehend gesichert werden.
Auch in Kastel sollten neben den Vereinen interessierte Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden.
Die Planung und Gestaltung der Alt-Standorte müssen in der Hand der städtischen Ämter bleiben. Eine Vergabe an die intransparenten GmbHs wie SEG, WIBAU, GWW kommen für uns nicht in Frage. Auch den Verkauf der Flächen an private Investoren lehnen wir ab – für den Stadtteil so bedeutsame Räume dürfen nicht privatisiert werden.
Wir betrachten diese Diskussion um ein neues Bürgerhaus als eine große Chance für die Entwicklung von Kastel und Kostheim und sind zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werden kann, von der beide Stadtteile profitieren werden.
unterzeichnet von
Hartmut Bohrer, Irmela Jungels, Ronny Maritzen (alle Ortsbeirat Kastel)
Marion Mück-Raab und Frank Porten (beide Ortsbeirat Kostheim)

AUF Kostheim will Bürgerhaus in Kostheim erhalten und fordert Diskussion über die Zukunft des Hauses

Den Vorschlag des AKK-Stadtrates Rainer Schuster (SPD), auf dem Hornbach-Gelände ein gemeinsames Bürgerhaus für Kastel und Kostheim zu errichten, lehnt die AUF Kostheim ab. „Ein Bürgerhaus gehört in den Ortskern und nicht jottwedee auf irgendeine grüne Wiese“, kommentierte Ortsbeiratsmitglied Marion Mück-Raab die Idee von Schuster. Sie plädiert dafür, in jedem Fall den Standort in der Winterstraße zu erhalten: „Das Bürgerhaus in Kostheim wird von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen.“ Viele Vereine nutzten die Räume, zahlreiche Veranstaltungen fänden das ganze Jahr über dort statt. Diesen Aktivitäten, fürchtet Mück-Raab, werde man die Grundlage entziehen, wenn man das Bürgerhaus zugunsten einer Wohnbebauung abreiße. Das Bürgerhaus müsse an diesem Ort als zentrales Haus für die Vereine erhalten bleiben.
Dass es in puncto Bürgerhaus einen dringenden Handlungsbedarf gibt, wird von der AUF Kostheim gesehen: „Sanierungsdruck, Leerstand der ehemaligen Gaststätte, all diese Probleme sind seit Jahren bekannt und werden vor sich hergeschoben,“ so Fraktionssprecher Frank Porten. Er forderte, diese Punkte endlich anzugehen, anstatt das Bürgerhaus weiter verfallen zu lassen. Dabei hält er es für dringend nötig, vor einer Sanierung über die künftige Nutzung des Hauses zu reden: „Der Seniorentreff, bisher in der Grundschule, könnte im Bürgerhaus untergebracht werden, auch die kleine Nachhilfeschule, derzeit im Keller des Bürgerhauses, benötigt dringend einen besseren Raum, die Frage des Jugendtreffs ist immer noch nicht gelöst.“ Das seien Nutzungen, über die man nachdenken müsste, und für die andere Räume benötigt würden. „Es ist sowieso die Frage, ob im Ortskern weiterhin Großveranstaltungen stattfinden sollten,“ gab Porten zu bedenken. Solche Veranstaltungen könne er sich, auch wegen der Parkplatzprobleme, durchaus an anderem Ort vorstellen – zum Beispiel auf dem Lindegelände. Dort wäre, meint die AUF-Fraktion, ein zentraler Ort für eine Mehrzweckhalle, die von Kostheim und Kastel genutzt werden könnte. „Über die Zukunft des Hauses, den Umbau und die Sanierung muss daher dringend geredet werden“, so Porten. Er sprach sich dafür aus, diese Diskussion mit den Bürgern zu führen und auch die Vereine daran zu beteiligen.

AUF Kostheim will Bürgerhaus in Kostheim erhalten und fordert Diskussion über die Zukunft des Hauses

Den Vorschlag des AKK-Stadtrates Rainer Schuster (SPD), auf dem Hornbach-Gelände ein gemeinsames Bürgerhaus für Kastel und Kostheim zu errichten, lehnt die AUF Kostheim ab. „Ein Bürgerhaus gehört in den Ortskern und nicht jottwedee auf irgendeine grüne Wiese“, kommentierte Ortsbeiratsmitglied Marion Mück-Raab die Idee von Schuster. Sie plädiert dafür, in jedem Fall den Standort in der Winterstraße zu erhalten: „Das Bürgerhaus in Kostheim wird von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen.“ Viele Vereine nutzten die Räume, zahlreiche Veranstaltungen fänden das ganze Jahr über dort statt. Diesen Aktivitäten, fürchtet Mück-Raab, werde man die Grundlage entziehen, wenn man das Bürgerhaus zugunsten einer Wohnbebauung abreiße. Das Bürgerhaus müsse an diesem Ort als zentrales Haus für die Vereine erhalten bleiben.

Dass es in puncto Bürgerhaus einen dringenden Handlungsbedarf gibt, wird von der AUF Kostheim gesehen: „Sanierungsdruck, Leerstand der ehemaligen Gaststätte, all diese Probleme sind seit Jahren bekannt und werden vor sich hergeschoben,“ so Fraktionssprecher Frank Porten. Er forderte, diese Punkte endlich anzugehen, anstatt das Bürgerhaus weiter verfallen zu lassen. Dabei hält er es für dringend nötig, vor einer Sanierung über die künftige Nutzung des Hauses zu reden: „Der Seniorentreff, bisher in der Grundschule, könnte im Bürgerhaus untergebracht werden, auch die kleine Nachhilfeschule, derzeit im Keller des Bürgerhauses, benötigt dringend einen besseren Raum, die Frage des Jugendtreffs ist immer noch nicht gelöst.“ Das seien Nutzungen, über die man nachdenken müsste, und für die andere Räume benötigt würden. „Es ist sowieso die Frage, ob im Ortskern weiterhin Großveranstaltungen stattfinden sollten,“ gab Porten zu bedenken. Solche Veranstaltungen könne er sich, auch wegen der Parkplatzprobleme, durchaus an anderem Ort vorstellen – zum Beispiel auf dem Lindegelände. Dort wäre, meint die AUF-Fraktion, ein zentraler Ort für eine Mehrzweckhalle, die von Kostheim und Kastel genutzt werden könnte. „Über die Zukunft des Hauses, den Umbau und die Sanierung muss daher dringend geredet werden“, so Porten. Er sprach sich dafür aus, diese Diskussion mit den Bürgern zu führen und auch die Vereine daran zu beteiligen.