AUF AKK freut sich über gutes Ergebnis beim Stadtradeln

Mit großem Erfolg hat das Team „AUF AKK“ am Wiesbadener Stadtradeln teilgenommen. „In den letzten drei Wochen hat unser Team 3.299 Kilometer zurückgelegt, damit konnten wir den 17. Platz in Wiesbaden erreichen“, freut sich Teamkapitän Stefan Knipl.

Insgesamt 66 Teams haben sich am Stadtradeln in Wiesbaden beteiligt, der AUF AKK belegte mit 18 Radlern den 17. Platz. Das sei, meint Knipl, doch ein beachtliches Ergebnis für die AKK-Stadtteile. „Das Stadtradeln ist eine Demonstration für das Fahrradfahren. Und dass so viele unserem Aufruf gefolgt sind, bei uns mitzumachen, freut uns.“

Der Umstieg auf das Fahrrad, bekräftigte Knipl die Haltung des AUF, sei nicht nur dringend nötig, um die CO2-Emissionen zu senken, er sei auch gut umzusetzen. Untersuchungen zufolge könnten schon jetzt ein Drittel der Autofahrten leicht durch das Fahrrad ersetzt werden. Mit dem Fahrrad zu fahren, biete auch sonst fast nur Vorteile: „Fahrradfahren ist schnell, günstig und gesund.“ Das Ergebnis der AKK-Radler zeige, wie wichtig den Bürgerinnen und Bürgern in AKK eine Verbesserung des Radwegesystems sei. „Dafür werden wir uns weiterhin in den Ortsbeiräten Kastel und Kostheim einsetzen.“

Für eine fahrradfreundliche Kommune – AUF AKK radelt wieder beim Stadtradeln mit

Wie schon im letzten Jahr beteiligt sich der Arbeitskreis Umwelt und Frieden (AUF) AKK mit einem Team beim Stadtradeln. „Damit wollen wir ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen, aber auch für eine fahrradfreundliche Kommune“, erklärt Stefan Knipl, Ortsbeiratsmitglied des AUF in Kostheim und Team-Chef der Stadtradler.

Verbesserungen für den Radverkehr seien in Wiesbaden dringend nötig. Es habe seine Gründe, dass die Stadt zum dritten Mal in Folge beim Fahrradklimatest des ADFC auf dem letzten Platz gelandet sei, so Knipl.

Auch in Kastel und Kostheim gebe es noch viel zu tun: „Fehlende Radwege und Fahrradschutzstreifen, die fehlende Akzeptanz von Radfahrern als Verkehrsteilnehmer, es gibt hier einige Probleme.“ Um die Situation zu verbessern, hat der AUF Kostheim im letzten Jahr neunzehn Anträge allein zum Thema Fahrradverkehr gestellt. „Leider sind viele wichtige Anliegen vom Kostheimer Ortsbeirat abgelehnt worden, hier finden wir wirklich sehr wenig Verständnis für Radfahrer.“ Zu den abgelehnten Punkten zählen Fahrradschutzstreifen in der Hauptstraße und der Hochheimer Straße, auch die Idee einer Fahrradstraße am Mainufer und die Öffnung weiterer Einbahnstraßen für den Radverkehr fand keine Mehrheiten im Ortsbeirat. Der AUF will sich davon aber keineswegs entmutigen lassen. „„Wir brauchen sichere Wege für’s Fahrrad, wir wollen eine geringere Feinstaubbelastung und weniger Lärm.“ Der AUF werde daher weiterhin versuchen, hier Verbesserungen auf den Weg zu bringen.

Mit ihrer Teilnahme beim Stadtradeln will die unabhängige Wählergruppe den Druck auf die politisch Verantwortlichen erhöhen. Beim Stadtradeln – eine bundesweite Aktion der Kommunen – melden die Teilnehmer drei Wochen lang die Kilometer, die sie mit dem Fahrrad zurückgelegt haben. Es werden Teams gebildet. Das Stadtradeln hat am Sonntag, den 11. Juni begonnen und endet am 1. Juli 2017. Wer sich noch registrieren will: stadtradeln.de. Der AUF AKK lädt alle Kasteler, Kostheimer und Amöneburger ein im AUF AKK Team mitzuradeln: „Wir freuen uns über Verstärkung.“

Keine gemeinsame Stadtteilbibliothek für Kastel und Kostheim – AUF Kostheim fordert sofortigen Stopp der Planungen

Der AUF Kostheim fordert Oberbürgermeister Sven Gerich auf, die Planungen für eine gemeinsame Stadtteilbibliothek Kastel/Kostheim im neuen Bürgerhaus sofort zu stoppen. Entsprechende Pläne hat die Stadt bei einer Sitzung des Kostheimer Vereinsrings in der vergangenen Woche erneut präsentiert.

Der Kasteler wie auch der Kostheimer Ortsbeirat haben eine Zusammenlegung der beiden Zweigstellen von Anfang an abgelehnt. Dies war schon Ergebnis des Workshops vor zwei Jahren, in dem die Ortsbeiräte gemeinsam mit der Verwaltung über das Projekt des neuen Bürgerhauses beraten hatten. Auch bei der gemeinsamen Sitzung der AKK-Ortsbeiräte Anfang März lehnten die Stadtteilvertretungen eine Planung, die die Schließung der beiden Büchereien vorsieht, erneut einstimmig ab. Die Zustimmung zur weiteren Planung wurde im März nur unter der Voraussetzung gegeben, dass es keine zentrale Bibliothek für Kastel und Kostheim geben soll. „Dies wurde in Form einer Protokollnotiz festgehalten, der Oberbürgermeister versprach dem Ortsbeirat, sich um diesen Punkt zu kümmern,“ erklärte Mück-Raab. „Auf diese Zusage haben wir vertraut, und nur unter dieser Bedingung haben wir zugestimmt.“ Dass man seither nichts mehr von der Stadt gehört habe, zwei Monate später aber eine unveränderte Planung präsentiert werde, irritiere sie sehr.

Dass die Kostheimer einen Verbleib der Bücherei am alten Standort wünschen, sei keine Neuigkeit. „Wir haben immer deutlich gemacht, dass wir einem neuen Haus nur zustimmen, wenn die Alt-Standorte nicht völlig zerschlagen werden. Ein wichtiger Punkt war dabei immer die Bücherei,“ erklärte Mück-Raab. Der Oberbürgermeister habe auch in dem von ihm initiierten Beteiligungsverfahren stets betont, wie wichtig ihm die Beschlüsse der Ortsbeiräte seien. Auf dieses Versprechen, nicht gegen den Wunsch der Bürger zu planen, habe sich der AUF Kostheim verlassen. „Ich hoffe nun sehr, in diesem Punkt keine Enttäuschung erleben zu müssen.“

AUF unterstützt CDU-Vorschlag

Der AUF Kostheim unterstützt die Forderung der CDU, Überlegungen für eine neue Mainbrücke möglichst bald und nicht erst in zehn, fünfzehn Jahren wiederaufzunehmen: „Eine Brücke, die östlich vom derzeitigen Standort, gebaut wird, könnte Kostheim dauerhaft vom Durchgangsverkehr befreien,“ so Fraktionssprecherin Marion Mück-Raab. Anstatt einfach alles auf Eis zu legen, solle Hessen Mobil die Zeit nutzen und nach tragfähigen Lösungen für die Zukunft suchen. Bei diesen Überlegungen sollten die kommunalen Vertretungen vor Ort offiziell miteinbezogen werden und die Möglichkeit haben, ihre Ortskenntnis einzubringen.

Mück-Raab plädierte für langfristige und zukunftsorientierte Planungen. Man solle auch darüber nachdenken, die alte Mainbrücke für den innerstädtischen Verkehr beizubehalten und zukünftig als Fahrrad- und Fußgängerbrücke auszuweisen: „In diesem Fall sollte es dann nur noch den städtischen Bussen erlaubt sein, die Brücke zu befahren.“  Der Rest des Verkehrs könne über die neue Verkehrsbrücke geleitet werden.

AUF fordert sofortiges Durchfahrverbot für Schwerlastverkehr auf der Mainbrücke

Mit der Forderung nach einem sofortigen Durchfahrverbot für den Schwerlastverkehr reagiert der Arbeitskreis Umwelt und Frieden (AUF) Kostheim auf aktuelle Presseberichte, denen zufolge die Landesbehörde Hessen Mobil die Neubaupläne der Mainbrücke erst einmal zurückgestellt hat. „Nach allen uns vorliegenden Informationen ist die Brücke den Belastungen durch den Schwerverkehr nicht gewachsen,“ begründet Fraktionssprecherin Marion Mück-Raab die Forderung ihrer Fraktion.

„Seit Monaten hören wir uns an, wie marode die Brücke ist. Auch im Bauausschuss hat Hessen Mobil die Variante einer Sanierung am Alt-Standort ausgeschlossen und die Schäden mit beunruhigenden Bildern dokumentiert. Nach diesem Sachstand ist es zwingend nötig, die Mainbrücke sofort für den Schwerverkehr zu sperren, um weitere Schäden wie Verformungen und Risse von der Brücke abzuwenden,“ argumentiert die AUF-Vertreterin. Unverantwortlich sei es dagegen, länger abzuwarten und einfach zur Tagesordnung überzugehen.

Die Wende in der Brückendiskussion bezeichnet Mück-Raab als „sehr überraschend.“ Man frage sich schon, wie Hessen Mobil eigentlich arbeite: „Erst präsentiert uns die Behörde völlig unausgegorene Vorstellungen über neue Brückenstandorte, schließt die Sanierung aus – dann macht sie aus heiterem Himmel einen Rückzieher und kündigt eine grundhafte Erneuerung der alten Brücke an. Dieses planlose Hü und Hott ist nicht nur teuer für den Steuerzahler, es weckt auch kein Vertrauen in die Kompetenz der Behörde.“ Das Thema Brücke und die damit einhergehenden Beeinträchtigungen für den Kostheimer Ortskern sei für den AUF nicht vom Tisch: „Die Tage konnte man wieder beobachten wie gleich vier Sattelzüge hintereinander von der Mainbrücke kommend in das Nadelöhr auf der östlichen Hauptstraße einbogen. Diese schwere Belastung der Brücke muss sofort aufhören.“ Der AUF werde in der März-Sitzung des Ortsbeirates einen entsprechenden Antrag stellen.

 

AUF besorgt: Kostheim droht Abriss

Nach Informationen aus einem Protokoll, das der AUF Kostheim in einem Wiesbadener Linienbus gefunden hat, gibt es offenbar den geheimen Plan, Kostheim bis zum Jahr 2020 komplett abzureißen. „Erst die Lesselallee, nun der bevorstehende Abriss des Bürgerhauses – das deutet daraufhin, dass das Papier echt ist,“ sorgt sich Marion Mück-Raab, Fraktionssprecherin des AUF Kostheim.

Nach ihren Recherchen soll der Abriss von Kostheim sogar Thema bei den Koalitionsverhandlungen in Wiesbaden sein. Mit Mühe und viel Wein habe Mück-Raab dem grünen Stadtverordneten Ronny Maritzen, er sitzt für den AUF im Kasteler Ortsbeirat, Details aus diesen Gesprächen entlocken können. Danach soll dem AKK-Stadtrat die Aufgabe eines Abriss-Dezernenten zukommen. AKK stehe künftig für „Abriss Kostheim & Konsorten“, das wisse man jetzt aus sicherer Quelle. Sie habe das alles zunächst für einen Scherz von Maritzen gehalten, der mache so etwas manchmal. Nachdem aber diese Woche im Bauausschuss im Zusammenhang mit dem Neubau der Mainbrücke weitere Abrissüberlegungen bekannt wurden – es steht zur Debatte das Hotel Zum Engel abzureißen, auch die denkmalgeschützte alte Ortsverwaltung ist im Gespräch – läuten beim AUF alle Alarmglocken. „Wir wissen nicht einmal sicher, ob nach dem Abriss der Brücke eine neue gebaut wird. Und wir vermuten mittlerweile, dass es sich bei den Bauplänen für das Linde Quartier auch nur um ein Ablenkungsmanöver handeln könnte – vielleicht gibt es gar keinen Baubeginn.“

Mück-Raab forderte alle Kostheimer auf, Augen und Ohren offen zu halten und beim Busfahren auf herumliegende Papiere zu achten. Der AUF werde sich zwischenzeitlich über eine Neugründung von Kostheim an sicherem Ort Gedanken machen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Marion Mück-Raab 0159 – 0103 6057. Ronny Maritzen steht in den nächsten 24 Stunden nicht für Auskünfte zur Verfügung.

AUF zu den Planungen einer neuen Mainbrücke: „Unausgegoren und teilweise abenteuerlich“

Der Arbeitskreis Umwelt und Frieden Kostheim begrüßt, dass die seit Monaten unter Verschluss gehaltenen Überlegungen von Hessen Mobil zum Bau einer neuen Mainbrücke endlich öffentlich sind. Die Machbarkeitsstudie der Landesbehörde bezeichnet der AUF dagegen als unausgegoren und teilweise abenteuerlich.  „Denkmalgeschützte Häuser abreißen, Naturschutzgebiete schleifen, dazu kommen baurechtliche Fragen … Wir sehen da viele Probleme, bei denen wir gespannt sind, ob sie sich überhaupt klären lassen,“ erklärte Fraktionssprecherin Marion Mück-Raab.

Eine Steigerung des Verkehrsaufkommens will der AUF nicht hinnehmen. Es dürfe nicht darum gehen, Kostheim für den Durchgangsverkehr attraktiver zu machen.  Auch die Idee, ganze Häuserzeilen abzureißen, lehnt der AUF ab. Man frage sich, warum die Möglichkeit, einen Brückenstandort weiter östlich zu errichten, nicht in Erwägung gezogen wurde, kritisiert Mück-Raab die vorgestellten Überlegungen. „Ob das möglich ist, muss unserer Meinung nach ebenfalls geprüft werden.“

Der AUF will sich nun mit den vorliegenden Plänen zum Brückenneubau intensiv beschäftigen und dazu Vorschläge entwickeln. „Der Bau einer neuen Brücke könnte für den verkehrsbelasteten Ortskern eine große Chance sein. Deshalb sollte man diese Überlegungen gründlich durchdenken.“

Der AUF berät sein weiteres Vorgehen zur Mainbrücke auf seiner nächsten Fraktionssitzung am Dienstag, 15. November 2016 um 19.30 Uhr. Die Fraktionssitzungen des AUF sind öffentlich, wer kommen möchte, ist eingeladen. Weiter ist eine AUF-Sondersitzung geplant. Zu diesem Termin, der um die Jahreswende stattfinden soll, wird ebenfalls öffentlich eingeladen. „Die Mainbrücke und das damit verbundene Thema Verkehr werden ein längeres Thema für uns werden. Wir freuen uns, wenn sich Bürgerinnen und Bürger an unseren Diskussionen beteiligen wollen.“

 

 

AUF vor Ort in der Waldhofstraße am Sonntag, 30. Oktober 2016 um 15.00 Uhr

Zu einem Vor-Ort-Termin lädt die Kostheimer AUF-Fraktion am Sonntag, den 30. Oktober um 15.00 Uhr in der Waldhofstraße ein.

Anlass für den Termin sind die fortschreitenden Geschwindigkeitsübertretungen in der Waldhofstraße. Die AUF-Fraktion will darüber diskutieren, welche Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung es in der Waldhofstraße gibt. Alle Anwohnerinnen und Anwohner sind herzlich eingeladen, Vorschläge einzubringen und sich an der Diskussion zu beteiligen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Treffpunkt ist vor dem Hallenbad.

 

AUF vor Ort im Steinern-Kreuz-Weg: Anwohner wünschen mehrheitlich keine Veränderungen

Kein weiteres Grün und keine Baumpflanzungen im Steinern-Kreuz-Weg, das ist das Ergebnis des Vor-Ort-Termins des Arbeitskreis Umwelt und Frieden (AUF) Kostheim. Rund zwanzig Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an dem Termin, zu dem die AUF-Fraktion eingeladen hatte, nachdem ein Anwohner beim AUF eine Umgestaltung der Straße angeregt hatte. Die große Mehrheit der Anwesenden hielt Veränderungen in der Straße nicht für nötig, nur vereinzelt gab es den Wunsch nach einer optischen Aufwertung der breiten Straße. In der Diskussion wurde von anwesenden Bürgern angeregt, die Straße zur Spielstraße umzuwidmen. Die AUF-Fraktion hält das wegen der dann nötigen baulichen Veränderungen für schwierig, wird den Vorschlag aber diskutieren und auch prüfen, ob die für eine Spielstraße nötigen rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind.

AUF bleibt weiter vor Ort

Nach einer Begehung in der westlichen Hauptstraße und einer Fahrradtour durch Kostheim war das der dritte Vor-Ort-Termin der AUF-Fraktion in Kostheim. „Alle bisherigen Treffen wurden von Bürgern mit großem Interesse aufgenommen, der Wunsch, Einfluss auf die Ortspolitik zu nehmen, ist in Kostheim groß,“ erklärte AUF-Fraktionssprecherin Marion Mück-Raab. Ihre Fraktion wolle an dieser Form, Bürger stärker an Diskussionen zu beteiligen festhalten. Geplant sei in nächster Zeit ein Vor-Ort-Termin in der Waldhofstraße, hier häuften sich die Beschwerden der Anwohner über Geschwindigkeitsüberschreitungen.

„Gerade auf Ortsebene ist es sinnvoll und nötig, Bürgerinnen und Bürger stärker miteinzubeziehen,“ so Mück-Raab. Die Möglichkeiten der Beteiligung will der AUF deshalb weiter ausbauen. Eine weitere Form der Einflussnahme hat der AUF AKK jetzt geschaffen: Auf seiner Homepage www.auf-akk.de ist es jedem Bürger möglich, Anträge für den Ortsbeirat vorzuschlagen. Unter der Rubrik „Ihr Antrag für den Ortsbeirat“ können Bürger aus Kastel und Kostheim ihre Vorschläge einbringen.

„Der Ortsbeirat Kostheim ist verkehrspolitisch im Tiefschlaf!“

Kostheimer Ortsbeirat lehnt alle Anträge des AUF zum Thema Fahrradfahren ab

„In Kostheim kann man eigentlich nur noch vom Fahrrad absteigen und sich ins Auto setzen!“ kommentierte AUF-Fraktionssprecherin Marion Mück-Raab das Ergebnis der Oktober-Sitzung des Kostheimer Ortsbeirates. Der lehnte mit den Stimmen aller anderen Fraktionen sämtliche Anträge des Arbeitskreis Umwelt und Frieden (AUF) ab, die auf einen Ausbau des Radverkehrs und besseren Schutz für Radfahrer in Kostheim zielten. Die AUF-Fraktion fand bei keiner anderen Fraktion Unterstützung für ihre Forderung, einen Fahrradschutzstreifen in der Hauptstraße ab Mainzer Weg bis Maaraustraße einzurichten. Ebenfalls abgelehnt wurde ein Schutzstreifen in der Hochheimer Straße ab Uthmannstraße Richtung Hochheim. Auch der Vorschlag, das Mainufer zwischen Mainbrücke und Aussichtsturm zur Fahrradstraße zu erklären, wurde abgeschmettert. Weiter war der Ortsbeirat nicht gewillt, weitere Einbahnstraßen in Kostheim für den Radverkehr zu öffnen. Bisher ist es Radfahrern in elf Straßen gestattet, gegen die Einbahnstraße zu fahren.

Wie nötig es sei, den Radverkehr zu stärken und Autos zurückzudrängen, wisse mittlerweile jeder, so Mück-Raab. „Was das für den Klimaschutz bedeutet, den Schutz vor Feinstaub, Abgasen und Lärm – das sind ja alles Binsenweisheiten.“ Verblüfft habe sie deshalb, wie blind alle anderen Fraktionen für diese Probleme seien, und wie wenig sie die Belange von Radfahrern überhaupt interessierten: „Es ist doch hanebüchener Unsinn, wenn der Schwerlastverkehr auf der Hauptstraße als Argument gegen einen Schutzstreifen benutzt wird. Gerade weil diese Straße so gefährlich ist, brauchen wir mehr Schutz für Radfahrer.“ Das Niveau der Diskussion sei enttäuschend gewesen, die Bereitschaft, sich mit Fakten überhaupt erst einmal auseinanderzusetzen, gleich Null. „Weder das, was im Radverkehrskonzept der Stadt steht, fand Interesse, noch die polizeilichen Zahlen der Unfallstatistik. Die wurden gleich mal angezweifelt.“ Die Pläne von Verkehrsdezernentin Sigrid Möricke (SPD), den Radverkehrsanteil bis 2030 von derzeit sechs auf 20 Prozent zu steigern, indem sie Fahrradstraßen schaffen und weitere Einbahnstraßen öffnen will, gehe am Kostheimer Ortsbeirat völlig vorbei: „Von dem kann die Dezernentin im diesem Punkt keinerlei Unterstützung erwarten. Der Ortsbeirat Kostheim ist verkehrspolitisch im Tiefschlaf.“

Der Arbeitskreis Umwelt und Frieden will sich von der Abstimmungsniederlage nicht entmutigen lassen: „Wir werden an unserer Forderung festhalten, das Radwegenetz in Kostheim auszubauen und Kostheim für Radfahrer sicherer zu machen. Priorität für uns haben jetzt erst einmal die Fahrradschutzstreifen auf der Hauptstraße und der Hochheimer Straße.“