Verkehrssicherheit Kreuzung Maaraustraße/ Mainufer

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Ortsbeirat fordert den Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden auf, an der Kreuzung Maaraustraße / Mainufer

  1. a) mit einer eindeutigen Beschilderung klarzustellen, dass Fahrzeuge aus Richtung Maaraue Vorfahrt gewähren müssen und Fahrzeuge Vorfahrt besitzen, die aus der Maaraustraße kommen und das Mainufer Richtung Mainpfortstraße befahren,
  1. b) den Abstand zwischen Kurvenscheitel und Fußgängerweg zu verringern.

Begründung:

Aktuell gibt es keine Beschilderung, die die Vorfahrtregelung an der Kreuzung Maaraustraße / Mainufer unmissverständlich anzeigt. Vielen Rad- und Autofahrern ist unklar, ob hier rechts vor links gilt oder aufgrund des anderen Belags an der Straße Mainufer dies verkehrsrechtlich als eine Ausfahrt anzusehen ist, so dass die Maaraustraße in der Konsequenz Vorfahrt besitzt.

Fußgänger, die aus Richtung Hauptstraße kommend die Straße Mainufer in Richtung Spielplatz / Fahrradverleihstation überqueren möchten, haben aufgrund des problematischen Kurvenradius Schwierigkeiten beim Überqueren der Straße: Sie sehen den aus der Maaraustraße kommenden Verkehr nur dann, wenn sie einen Schritt auf die Straße gehen.

Autofahrer (insbesondere aus Richtung Hauptstraße kommend) werden durch die ausladende Kurve zudem verleitet die Kurve nahezu ohne Abbremsen zu durchfahren.

Diese Punkte führen zu einer hohen Gefährdung der Verkehrsteilnehmer; so wurde erst Anfang Juni 2016 ein Fahrradfahrer an dieser Stelle schwer verletzt.

Mainz-Kostheim, 16. Juni 2016

gez. Marion Mück-Raab

Fraktionssprecherin

Freies WLAN in Kostheim

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, dafür zu sorgen, dass in allen öffentlichen Gebäuden in Mainz-Kostheim (Ortsverwaltung, Hallenbad, Freibad Maaraue, Bürgerhaus, Heimatmuseum, Weinprobierstand) freies WLAN verfügbar ist.

Als Lösung zur Umsetzung wird durch den Ortsbeirat eine Kooperation mit der Initiative Freifunk Wiesbaden vorgeschlagen.

Begründung:

Zugang zum Internet, wie dies beispielsweise durch WLAN möglich ist, ist in unserer heutigen Zeit kaum mehr wegzudenken. Öffentliche, freie Verfügbarkeit führt dazu, Mainz-Kostheim zu einem technologisch fortschrittlichen und sozial inklusiven Stadtteil zu machen. Auch für Touristen oder generell Personen, die unterwegs sind, bietet sich damit eine praktische Möglichkeit, auf die Möglichkeiten und das Wissen des Internets zuzugreifen.

Auch im benachbarten Rheinland-Pfalz wird es laut dortigem Koalitionsvertrag demnächst freies WLAN in sämtlichen Gebäuden der öffentlichen Hand geben. Freies WLAN über die Freifunk-Initiative hat in Wiesbaden bereits vielen Geflüchteten ermöglicht, mit ihren zurückgebliebenen Familienmitgliedern und Freunden in Kontakt zu bleiben. Darüber hinaus hat es auch in AKK bereits eine nennenswerte Verbreitung. So bieten dies beispielsweise die Eisdiele in der Hauptstraße, die Rheinschanze auf der Maaraue, das Offene Wohnzimmer in der Winterstraße, das Brauhaus Castel sowie einige Bürger privat an. Mit Umsetzung dieses Antrags ergäbe sich in Alt-Kostheim ein großes zusammenhängendes Gebiet mit freier Internet-Abdeckung.

Die Initiative Freifunk Wiesbaden hat sich bereit erklärt, gerne unverbindlich die infrage kommenden Gebäude kostenlos zu begehen, um einen Kostenvoranschlag zu entwerfen.

Mainz-Kostheim, 16. Juni 2016

gez. Marion Mück-Raab

Fraktionssprecherin

Auskunft zu Grundsanierung von Straßen

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird um Auskunft gebeten, welche Straßen in Kostheim zur Grundsanierung in der laufenden Legislaturperiode vorgesehen sind.

Begründung:

Es befindet sich ein neuer Straßenbelag in Erprobung, der lärmtechnisch die Lautstärke vorbeifahrender Fahrzeuge um etwa zwischen 1 bis 5 dB (A) reduzieren kann. Ein Belag, der für Fernstraßen geeignet ist, existiert bereits länger und ist gut erprobt.

Aktuell wird ein neuer Belag erprobt, der auch innerstädtisch verwendet werden kann. In Wiesbaden ist dieser bereits in der Fichtestraße getestet worden. Vorher-nachher-Messungen ergaben eine Reduktion der Lautstärke, die dem entspricht, was mit einer Halbierung des Verkehrs auf dem ursprünglichen Belag zu erwarten wäre (vgl. „Lärmaktionsplan Hessen, Teilplan Straßenverkehr (2. Stufe)“ des Regierungspräsidiums Darmstadt, März 2016; Kapitel 7.4.2 Fortführung des Projektes „Einbau von lärmoptimierten Asphalt“).

Dieser neue Belag kann damit einen effizienten Beitrag im Lärmschutz darstellen. Da dafür eine neue Tragschicht aufgebracht werden muss, ist dies wirtschaftlich nur im Falle einer Grundsanierung möglich. Daher sollte der Ortsbeirat daran interessiert sein, ob in naher Zukunft lärmgeplagte Straßen grundsaniert werden, so dass bei Bedarf durch das Gremium frühzeitig genug der Wunsch auf Verwendung des neuen Belags geäußert werden kann.

Mainz-Kostheim, 16. Juni 2016

gez. Marion Mück-Raab

Fraktionssprecherin

Einrichtung eines Fußgängerüberwegs vor dem EVIM

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Ortsbeirat fordert den Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden auf, im Rahmen des Umbaus der Bushaltestelle Luisenstraße direkt vor dem Seniorenzentrum EVIM in der Hauptstraße einen Fußgängerüberweg einzurichten.

Sollte seitens der Verwaltung die notwendige Zahl an Fußgängern oder Kraftfahrzeugen angezweifelt werden, bittet der Ortsbeirat um eine Verkehrszählung zwischen 6 und 8 Uhr morgens und/oder 16 Uhr bis 18 Uhr abends.

Begründung:

Die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs an dieser Stelle ist eine Möglichkeit, die Bewegungsfreiheit der Bewohnerinnen und Bewohner des EVIM zu sichern, sowie eine Erleichterung für deren Besucher. Auch die rund fünfzig Kinder, die im angrenzenden Schollmayer-Viertel wohnen, und die Fahrgäste des ÖPNV – auch unter ihnen zahlreiche Kinder und Jugendliche – wären dadurch besser geschützt.

Das bisher von Seiten der Verwaltung genannte Argument der niedrigen Frequenz an Kraftfahrzeugen und Fußgängern kann nicht nachvollzogen werden. Bei einer am 13. Juni 2016 privat durchgeführten Zählung wurden zwischen 16:53 Uhr und 17:53 insgesamt 671 Kraftfahrzeuge und 63 Fußgänger gezählt, die die Fahrbahn überquert haben. Nach der Richtlinie R-FGÜ 2001, 2.3 (2) ist damit ein Fußgängerüberweg oder gar eine Lichtzeichenanlage empfohlen.

Im Rahmen des Umbaus der Bushaltestelle muss eine Straßenlaterne umgesetzt werden. Da ein Fußgängerüberweg zwingend eine Beleuchtung benötigt, kann man hier Synergien nutzen und einer sonst ggf. notwendigen zweifachen Versetzung vorbeugen.

Mainz-Kostheim, 16. Juni 2016

gez. Marion Mück-Raab

Fraktionssprecherin

Tempo 30 nachts – Zusammenarbeit Arbeitsgruppe Umweltamt und Ortsbeirat Kostheim

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, die Arbeitsgruppe beim Umweltamt „Tempo 30 nachts“ zu beauftragen, in einer der nächsten Sitzungen des Ortsbeirates über den aktuellen Sachstand zu berichten und mit dem Ortsbeirat zu erörtern, welche (weiteren) Straßen auf Kostheimer Gemarkung in die Lärmschutzmaßnahme Tempo 30 nachts einzubeziehen sind bzw. sein könnten und wie der aktuelle Planungsstand sowie der weitere Zeithorizont aussehen.

Begründung:

Der Ortsbeirat Mainz-Kostheim unterstützt die Bemühungen der Landeshauptstadt die Belastung durch Straßenlärm in Mainz-Kostheim zu reduzieren. Die Nachtzeit ist dabei unstrittig unter dem Aspekt des Lärmschutzes ein besonders sensibler Zeitraum. Neben dem Bahn- und Fluglärm ist der Verkehrslärm eine weitere Belastungsquelle in der nächtlichen Erholungsphase.

Die Herabsetzung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von Kraftfahrzeugen von 50 auf 30 km/h während der Nachtstunden (22:00 bis 6:00 Uhr) stellt eine geeignete und angemessene Maßnahme zum Schutz der Nachtruhe dar. Dies auch, da die geringere Anzahl von Brems- und Beschleunigungsvorgängen bei dieser Geschwindigkeit zusätzlich zu einer deutlichen Lärmminderung führen. Daher ist die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h eine geeignete Möglichkeit, die Lärmbelastung in der Nacht zu reduzieren. Die Aufnahme der Steinern Straße in den Lärmaktionsplan des Regierungspräsidiums Darmstadt wird daher vom Ortsbeirat explizit begrüßt, ebenso wie der Vorschlag von Bürgermeister und Umweltdezernent Arno Goßmann, sich auf Kostheimer Gemarkung dafür einzusetzen, Uthmannstraße, Hochheimer Straße, Kostheimer Landstraße und Hauptstraße ebenfalls nachts auf Tempo 30 zu begrenzen.

Die Zusammenarbeit des Ortsbeirats mit der Arbeitsgruppe des Umweltamts wird angestrebt.

Mainz-Kostheim, 7. Mai 2016

gez. Marion Mück-Raab

Fraktionssprecherin

Sicherheit für Radfahrer in Einbahnstraßen

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, Piktogramme in sämtlichen Einbahnstraßen anzubringen, die entgegen der Fahrtrichtung für Fahrradfahrer freigegeben sind.

Die Piktogramme sollen in der Mitte der Fahrbahn angebracht werden und aus dem Radweg-Piktogramm bestehen, das Autofahrern entgegenkommt, kombiniert mit einem kleinen Pfeil in Gegenrichtung der Einbahnstraße.

Begründung:

Die derzeitige Beschilderung der Einbahnstraßen zeigt zu Beginn und am Ende der Straße an, dass Fahrradfahrer die Einbahnstraße entgegen der Fahrtrichtung befahren dürfen. Diese Beschilderung ist verhältnismäßig klein und wird regelmäßig von Autofahrern übersehen. So kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen, da Autofahrer nicht mit entgegenkommenden Fahrradfahrern rechnen. Abhilfe kann mit einer eindeutigen und gut sichtbaren Markierung geschaffen werden.

Die geforderte Markierung wird so bereits in einigen Städten mit guten Erfahrungen praktiziert, zum Beispiel in Frankfurt. Auch die Markierung der Fahrradstraße in der Kasteler Eleonorenstraße ist nur eine geringfügige Abwandlung dieses Konzepts mit sehr ähnlichem Ziel.

Mainz-Kostheim, 7. Mai 2016

gez. Marion Mück-Raab

Fraktionssprecherin