AUF AKK radelt wieder beim Stadtradeln mit

Wie bereits in den Vorjahren beteiligt sich der Arbeitskreis Umwelt und Frieden (AUF) AKK mit einem Team beim Stadtradeln. „Wir möchten damit unserer Forderung nach einer fahrradfreundlichen Kommune Nachdruck verleihen“, erklärt Stefan Knipl, Ortsbeiratsmitglied des AUF in Kostheim und Team-Chef der Stadtradler. Er hält Verbesserungen für den Radverkehr in Wiesbaden für dringend nötig. Auch in Kastel und Kostheim gäbe es noch einiges zu tun: „Es fehlen Radwege und Fahrradschutzstreifen, die Interessen der Autofahrer haben hier immer noch Vorrang.“

Mit ihrer Teilnahme beim Stadtradeln will die unabhängige Wählergruppe den Druck auf die politisch Verantwortlichen erhöhen, aber auch ein Bewusstsein dafür schaffen, dass der Umstieg auf das Fahrrad nötig und möglich ist. Beim Stadtradeln – eine bundesweite Aktion der Kommunen – melden die Teilnehmer drei Wochen lang die Kilometer, die sie mit dem Fahrrad zurückgelegt haben. Es werden Teams gebildet. Das Stadtradeln beginnt am Sonntag, den 3. Juni und endet am 23. Juni 2018. Wer sich noch registrieren will: stadtradeln.de.

Der AUF AKK lädt alle Kasteler, Kostheimer und Amöneburger ein, im AUF AKK Team mitzuradeln: „Wir freuen uns über Verstärkung.“ (Dafür folgenden Link nutzen:

stadtradeln.de/index.php?&id=171&team_preselect=348239

 

Beschlüsse auf Bestellung – AUF hat Abstimmung im Kostheimer Ortsbeirat verweigert

Der Kostheimer Ortsbeirat hat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch mit den Stimmen von CDU, SPD, FDP und Freien Wählern seinen Wunsch nach einem gemeinsamen Bürgerhaus bekräftigt. Eine Stellungnahme zu den von der Stadt vorgelegten Vorplanungen – wie sie die AUF-Fraktion eingebracht hatte – wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt. Zentrales Argument gegen das AUF-Papier war, dass „von Oberbürgermeister Sven Gerich zum jetzigen Zeitpunkt keine weitere Stellungnahme gewünscht“ sei. Der Oberbürgermeister wolle nur eine Bekräftigung des Beschlusses, ein gemeinsames Bürgerhaus zu bauen. An dieser Abstimmung hat die AUF-Fraktion geschlossen nicht teilgenommen.

„Wir halten es weder für nötig, immer wieder dasselbe zu beschließen, noch halten wir es für klug, Beschlüsse, die noch dazu den Charakter eines Persilscheines haben, auf Bestellung zu fassen,“ erklärt Fraktionssprecherin Marion Mück-Raab das Abstimmungsverhalten ihrer Fraktion. So stelle sich ihre Fraktion die Vertretung Kostheimer Interessen nicht vor.

Die AUF habe sich von Anfang an für einen Neubau ausgesprochen und halte auch weiter an diesem Wunsch fest. Sie halte es aber auch für nötig, zu den jetzt vorliegenden Ideen Position zu beziehen, anstatt sich gebetsmühlenhaft ein gemeinsames Bürgerhaus zu wünschen und lediglich informelle Mitteilungen nach Wiesbaden zu schicken. „Eine Stellungnahme des Ortsbeirates in Form eines Beschlusses hat in der politischen Diskussion in Wiesbaden ein anderes Gewicht.“ Die AUF-Fraktion hatte in ihrem Antrag mehrere kritische Anmerkungen zum geplanten Raumprogramm gemacht, u.a. wurde um einen Lösungsvorschlag gebeten, wie die in der Fastnachtszeit stattfindenden Großveranstaltungen künftig gewährleistet werden können. Weiter drängte sie darauf, zugunsten weiterer Räume auf eine Kegelbahn und eine Hausmeisterwohnung im Gebäude, insgesamt geht es hier um 500 Quadratmeter, zu verzichten.

Die AUF-Fraktion wird sich nun im Rahmen der Bürgerbeteiligung und in den von der Stadt angekündigten Workshops weiter um eine bedarfsgerechte Planung bemühen.

AUF Kostheim fordert Korrekturen bei den Vorplanungen für das neue Bürgerhaus

Der Arbeitskreis Umwelt und Frieden (AUF) Kostheim hält an seinem Wunsch nach einem gemeinsamen Bürgerhaus fest, fordert aber Korrekturen bei den Vorplanungen: „Es geht uns nicht darum ‚ein Schloss zu fordern‘ oder ‚goldene Dunstabzugshauben‘, wie immer wieder gesagt wird, sondern im vorgegebenen Kostenrahmen ein Bürgerhaus zu bauen, dass den Anforderungen der Bürger und Vereine in Kastel und Kostheim gerecht werden kann,“ kommentiert Marion Mück-Raab, Fraktionssprecherin des AUF Kostheim, die derzeitige Diskussion um den geplanten Neubau.

Die AUF-Fraktion hat dazu sechs Punkte formuliert, die sie in die Diskussion des Kostheimer Ortsbeirates im April einbringen wird:

1. Die Vorplanung von lediglich zwei Clubräumen à 100 m2 im neuen Bürgerhaus erscheint uns nicht ausreichend, es wird mehr Fläche für kleinere Räume benötigt.

Im Jahr 2017 gab es in beiden Häusern insgesamt 27 nicht-kommerzielle Dauernutzungen der kleineren Räume wie Gaststätte, Clubräume etc. Dazu kamen rund 90 weitere Gruppen und Vereine, die diese Räume regelmäßig nutzten. Diesen Bedarf gab es an allen Werktagen mehrheitlich im Zeitraum später Nachmittag bis in den Abend.

2. Auch die Überlegung, Kegelbahnen einzuplanen, sehen wir kritisch: Es sind insgesamt 400 m2 für zwei Kegelbahnen vorgesehen – das ist etwa ein Viertel der gesamten Fläche, die überhaupt für Nutzer zur Verfügung steht.

Vor dem Hintergrund, dass das Interesse an diesem Sport in den letzten dreißig Jahren bundesweit stark rückläufig ist, sehen wir hier keine Priorität. Freizeitforscher von der Hochschule Bremen sprechen von einem Rückgang um fast zwei Drittel, auch der Spitzenverband für Kegeln und Bowling beklagt den Niedergang dieses Sports. Darüber hinaus fragen wir uns, ob eine Kegelbahn, die ohne Gastronomie angeboten wird, zukunftsfähig ist. Es sollte daher überlegt werden, ob der Raum für die Kegelbahnen so geplant werden kann, dass er multifunktional nutzbar ist.

3. Auch eine Hausmeisterwohnung (100 m2) halten wir angesichts des dringenden Raumbedarfs der zwei Stadtteile für verzichtbar. Ein Hausmeister, der bürgerhausnah wohnt und erreichbar ist, ist ausreichend. Auch hier wäre im Rahmen der Gesamtflächenplanung möglicherweise noch Spielraum für weitere Clubräume.

4. Die bestehende Raumplanung für ein gewerbliches Angebot wie die Hausaufgabenhilfe hat für uns keine Priorität. Sie sollte nur vorgesehen werden, wenn die Nutzung nicht auf Kosten von Vereins- und Bürgerinteressen geht.

5. Wir teilen die von verschiedenen Vereinen vorgetragenen Bedenken, dass die (derzeit sind es insgesamt 16) Fastnachtssitzungen, die vornehmlich an Freitagen und Samstagen liegen, in dem neuen Haus nicht mehr stattfinden können. Die Durchführung von Parallelveranstaltungen durch Teilung des Saales – wie von der Stadt bei einem Termin mit den Vereinsringen vorgeschlagen – halten wir nicht für machbar. Hier erwarten wir weitere Überlegungen, wie dieses Problem, das sich in der Fastnachtszeit stellt, gelöst werden kann.

6. Was die weitere Entwicklung des Alt-Standortes in Kostheim betrifft, drängen wir darauf, hier möglichst schnell – und wie in Kastel bereits vereinbart – mit einer kommunalen Gesellschaft zu kooperieren. Den Verkauf der Fläche an einen privaten Investor halten wir für keine Option.

AUF Kostheim will gymnasiale Oberstufe in der WLS: „Wir brauchen kein Gymnasium in AKK!“

Die Forderung der CDU, ein Gymnasium in AKK einzurichten, stößt auf Widerspruch beim Arbeitskreis Umwelt und Frieden in Kostheim: „Wir brauchen kein Gymnasium in AKK. Es ist viel vernünftiger, einen Zugang zum Abitur an einer bereits bestehenden Schule wie der Wilhelm-Leuschner-Schule anzubieten,“ erklärt Fraktionssprecherin Marion Mück-Raab. Das ließe sich schnell und leicht realisieren, alles andere sei Traumtänzerei. Die Forderung nach einem eigenen AKK-Gymnasium bezeichnet sie als völlig unnötig: Viele Eltern befürworteten das Konzept einer Gesamtschule, müssten aber hinnehmen, dass dort seit Jahren kein Abitur mehr möglich sei. „Mit der Wiedereinführung der gymnasialen Oberstufe an der Wilhelm-Leuschner-Schule käme man dem Bedarf endlich nach und schließt eine Lücke im Schulangebot.“

Auch für Eltern, die ihr Kind nicht auf eine Gesamtschule, sondern auf ein Gymnasium schicken wollten, gäbe es eine wohnortnahe Lösung, argumentiert Mück-Raab. Sie verweist auf einen einstimmigen Beschluss des Kostheimer Ortsbeirates aus dem Jahr 2011. Darin wurde der Magistrat der Stadt Wiesbaden aufgefordert, eine Lösung zu suchen, die es Mainzer Gymnasien wieder ermöglicht, ein festes Kontingent von Kindern aus AKK aufzunehmen. Dies wäre durch entsprechende Verhandlungen und Ausgleichszahlungen realisierbar, argumentierte seinerzeit der Ortsbeirat. „Nachdem wir zunächst jahrelang von der damaligen Schuldezernentin vertröstet wurden, immer wieder Erinnerungsanträge stellten, über angebliche Gespräche mit der Stadt Mainz aber Stillschweigen gewahrt wurde, hat der Ortsbeirat nie wieder etwas von diesen Verhandlungen gehört.“ Mück-Raab fordert den Magistrat der Stadt Wiesbaden auf, den Wunsch des Kostheimer Ortsbeirates nicht weiter zu ignorieren: „Für Eltern, die sich einen Gymnasialbesuch wünschen, ist nun einmal Mainz die naheliegende Lösung. Die Schulen dort sind – anders als Wiesbaden – in zehn Busminuten zu erreichen.“ Es sei überhaupt nicht einzusehen, warum ein Schulbesuch in Mainz, der für AKK-Kinder jahrzehntelang problemlos möglich war, jetzt nicht mehr ermöglicht werden solle.

„Ein erster Erfolg“ – AUF freut sich über Verbleib von Seniorentreff und Bücherei im alten Ortskern

Als ersten Erfolg bezeichnet die Kostheimer AUF-Fraktionssprecherin Marion Mück-Raab die Ankündigung des Oberbürgermeisters, die Kostheimer Bücherei an ihrem-Standort im alten Ortskern zu belassen: „Wir freuen uns sehr darüber, dass Oberbürgermeister Sven Gerich sich persönlich dafür eingesetzt hat, dass die Bücherei bleibt.“ Auch die Zusage, den Seniorentreff im Ortskern zu behalten, bezeichnet Mück-Raab als sehr erfreulich. „Wir sind erleichtert, dass damit Bedingungen, die der Ortsbeirat Mainz-Kostheim bei seiner Zustimmung zu einem gemeinsamen Bürgerhaus formuliert hat, erfüllt werden.“ Auf dieser Grundlage ließe sich jetzt die weitere Diskussion über die künftige Gestaltung des Alt-Standortes führen. Der AUF Kostheim will sich hier aktiv einbringen und hofft auch auf eine rege Beteiligung der Vereine und der Bürger. „Die Diskussion darüber, wie der Prozess der Bürgerbeteiligung aussehen soll, hat jetzt begonnen. Alle sind aufgerufen, sich mit ihren Vorstellungen zu beteiligen.“

Der AUF Kostheim wird sein weiteres Vorgehen auf seiner nächsten Fraktionssitzung am 13. September 2017 um 19.30 Uhr (Bürgerhaus Kostheim, ehem. Gaststätte) besprechen, die Sitzung ist öffentlich. Wer sich informieren und gerne mitdiskutieren will, ist herzlich eingeladen.

AUF AKK freut sich über gutes Ergebnis beim Stadtradeln

Mit großem Erfolg hat das Team „AUF AKK“ am Wiesbadener Stadtradeln teilgenommen. „In den letzten drei Wochen hat unser Team 3.299 Kilometer zurückgelegt, damit konnten wir den 17. Platz in Wiesbaden erreichen“, freut sich Teamkapitän Stefan Knipl.

Insgesamt 66 Teams haben sich am Stadtradeln in Wiesbaden beteiligt, der AUF AKK belegte mit 18 Radlern den 17. Platz. Das sei, meint Knipl, doch ein beachtliches Ergebnis für die AKK-Stadtteile. „Das Stadtradeln ist eine Demonstration für das Fahrradfahren. Und dass so viele unserem Aufruf gefolgt sind, bei uns mitzumachen, freut uns.“

Der Umstieg auf das Fahrrad, bekräftigte Knipl die Haltung des AUF, sei nicht nur dringend nötig, um die CO2-Emissionen zu senken, er sei auch gut umzusetzen. Untersuchungen zufolge könnten schon jetzt ein Drittel der Autofahrten leicht durch das Fahrrad ersetzt werden. Mit dem Fahrrad zu fahren, biete auch sonst fast nur Vorteile: „Fahrradfahren ist schnell, günstig und gesund.“ Das Ergebnis der AKK-Radler zeige, wie wichtig den Bürgerinnen und Bürgern in AKK eine Verbesserung des Radwegesystems sei. „Dafür werden wir uns weiterhin in den Ortsbeiräten Kastel und Kostheim einsetzen.“

Für eine fahrradfreundliche Kommune – AUF AKK radelt wieder beim Stadtradeln mit

Wie schon im letzten Jahr beteiligt sich der Arbeitskreis Umwelt und Frieden (AUF) AKK mit einem Team beim Stadtradeln. „Damit wollen wir ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen, aber auch für eine fahrradfreundliche Kommune“, erklärt Stefan Knipl, Ortsbeiratsmitglied des AUF in Kostheim und Team-Chef der Stadtradler.

Verbesserungen für den Radverkehr seien in Wiesbaden dringend nötig. Es habe seine Gründe, dass die Stadt zum dritten Mal in Folge beim Fahrradklimatest des ADFC auf dem letzten Platz gelandet sei, so Knipl.

Auch in Kastel und Kostheim gebe es noch viel zu tun: „Fehlende Radwege und Fahrradschutzstreifen, die fehlende Akzeptanz von Radfahrern als Verkehrsteilnehmer, es gibt hier einige Probleme.“ Um die Situation zu verbessern, hat der AUF Kostheim im letzten Jahr neunzehn Anträge allein zum Thema Fahrradverkehr gestellt. „Leider sind viele wichtige Anliegen vom Kostheimer Ortsbeirat abgelehnt worden, hier finden wir wirklich sehr wenig Verständnis für Radfahrer.“ Zu den abgelehnten Punkten zählen Fahrradschutzstreifen in der Hauptstraße und der Hochheimer Straße, auch die Idee einer Fahrradstraße am Mainufer und die Öffnung weiterer Einbahnstraßen für den Radverkehr fand keine Mehrheiten im Ortsbeirat. Der AUF will sich davon aber keineswegs entmutigen lassen. „„Wir brauchen sichere Wege für’s Fahrrad, wir wollen eine geringere Feinstaubbelastung und weniger Lärm.“ Der AUF werde daher weiterhin versuchen, hier Verbesserungen auf den Weg zu bringen.

Mit ihrer Teilnahme beim Stadtradeln will die unabhängige Wählergruppe den Druck auf die politisch Verantwortlichen erhöhen. Beim Stadtradeln – eine bundesweite Aktion der Kommunen – melden die Teilnehmer drei Wochen lang die Kilometer, die sie mit dem Fahrrad zurückgelegt haben. Es werden Teams gebildet. Das Stadtradeln hat am Sonntag, den 11. Juni begonnen und endet am 1. Juli 2017. Wer sich noch registrieren will: stadtradeln.de. Der AUF AKK lädt alle Kasteler, Kostheimer und Amöneburger ein im AUF AKK Team mitzuradeln: „Wir freuen uns über Verstärkung.“

Keine gemeinsame Stadtteilbibliothek für Kastel und Kostheim – AUF Kostheim fordert sofortigen Stopp der Planungen

Der AUF Kostheim fordert Oberbürgermeister Sven Gerich auf, die Planungen für eine gemeinsame Stadtteilbibliothek Kastel/Kostheim im neuen Bürgerhaus sofort zu stoppen. Entsprechende Pläne hat die Stadt bei einer Sitzung des Kostheimer Vereinsrings in der vergangenen Woche erneut präsentiert.

Der Kasteler wie auch der Kostheimer Ortsbeirat haben eine Zusammenlegung der beiden Zweigstellen von Anfang an abgelehnt. Dies war schon Ergebnis des Workshops vor zwei Jahren, in dem die Ortsbeiräte gemeinsam mit der Verwaltung über das Projekt des neuen Bürgerhauses beraten hatten. Auch bei der gemeinsamen Sitzung der AKK-Ortsbeiräte Anfang März lehnten die Stadtteilvertretungen eine Planung, die die Schließung der beiden Büchereien vorsieht, erneut einstimmig ab. Die Zustimmung zur weiteren Planung wurde im März nur unter der Voraussetzung gegeben, dass es keine zentrale Bibliothek für Kastel und Kostheim geben soll. „Dies wurde in Form einer Protokollnotiz festgehalten, der Oberbürgermeister versprach dem Ortsbeirat, sich um diesen Punkt zu kümmern,“ erklärte Mück-Raab. „Auf diese Zusage haben wir vertraut, und nur unter dieser Bedingung haben wir zugestimmt.“ Dass man seither nichts mehr von der Stadt gehört habe, zwei Monate später aber eine unveränderte Planung präsentiert werde, irritiere sie sehr.

Dass die Kostheimer einen Verbleib der Bücherei am alten Standort wünschen, sei keine Neuigkeit. „Wir haben immer deutlich gemacht, dass wir einem neuen Haus nur zustimmen, wenn die Alt-Standorte nicht völlig zerschlagen werden. Ein wichtiger Punkt war dabei immer die Bücherei,“ erklärte Mück-Raab. Der Oberbürgermeister habe auch in dem von ihm initiierten Beteiligungsverfahren stets betont, wie wichtig ihm die Beschlüsse der Ortsbeiräte seien. Auf dieses Versprechen, nicht gegen den Wunsch der Bürger zu planen, habe sich der AUF Kostheim verlassen. „Ich hoffe nun sehr, in diesem Punkt keine Enttäuschung erleben zu müssen.“

Maritzen will Aufklärung über Rodungen am Rheinufer

Befremdet hat Ronny Maritzen, Fraktionssprecher des AUF Kastel, auf die massiven Eingriffe in der Weichholzaue am Kasteler Rheinufer auf der Höhe des Helling-Wohnviertels reagiert: „Ich frage mich, warum das nötig war.“  Maritzen, der als grüner Stadtverordneter auch Vorsitzender des Umweltausschusses ist, hat von dem Kahlschlag aus der Presse erfahren. Weder im Ortsbeirat noch im Ausschuss habe es, so Maritzen, Informationen über diese Maßnahmen gegeben.

Maritzen fürchtet, dass hier ohne Not der Lebensraum von Tieren zerstört wurde. „Sollte es sich zum Beispiel bewahrheiten, dass ein Baum gefällt wurde, in dem Wildbienen gelebt haben, wäre das wider alle Vernunft. Die Tiere sind durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Umweltamt da keine Bedenken gehabt haben soll.“ Maritzen hat jetzt das Umweltamt um nähere Informationen zu der Fällung gebeten.

AUF unterstützt CDU-Vorschlag

Der AUF Kostheim unterstützt die Forderung der CDU, Überlegungen für eine neue Mainbrücke möglichst bald und nicht erst in zehn, fünfzehn Jahren wiederaufzunehmen: „Eine Brücke, die östlich vom derzeitigen Standort, gebaut wird, könnte Kostheim dauerhaft vom Durchgangsverkehr befreien,“ so Fraktionssprecherin Marion Mück-Raab. Anstatt einfach alles auf Eis zu legen, solle Hessen Mobil die Zeit nutzen und nach tragfähigen Lösungen für die Zukunft suchen. Bei diesen Überlegungen sollten die kommunalen Vertretungen vor Ort offiziell miteinbezogen werden und die Möglichkeit haben, ihre Ortskenntnis einzubringen.

Mück-Raab plädierte für langfristige und zukunftsorientierte Planungen. Man solle auch darüber nachdenken, die alte Mainbrücke für den innerstädtischen Verkehr beizubehalten und zukünftig als Fahrrad- und Fußgängerbrücke auszuweisen: „In diesem Fall sollte es dann nur noch den städtischen Bussen erlaubt sein, die Brücke zu befahren.“  Der Rest des Verkehrs könne über die neue Verkehrsbrücke geleitet werden.