Planungsgebiet Kastel-Ostfeld – Ruine Festung Fort Biehler und unmittelbare Umgebung

Antrag Nr. 04.19 zur Sitzung des Ortsbeirates am: Dienstag, 22. Januar 2019 Planungsgebiet Kastel-Ostfeld – Ruine Festung Fort Biehler und unmittelbare Umgebung Der Ortsbeirat wolle beschließen: Der Magistrat möge folgende Fragen beantworten: 1. Welche Kenntnisse gibt es zum Inhalt der verschütteten Bereiche der Ruine des Forts? 2. Welche Kenntnisse gibt es zu unterirdischen Bauteilen und Gängen? 3. Wie werden die Reste des Forts aktuell denkmalrechtlich beurteilt? 4. Wer hätte die Kosten der Arbeiten zu tragen, um den Bereich des Forts zugänglich zu machen und zu sichern? 5. Würden die Investoren des Projekts „Kastel-Ostfeld“ mit diesen Kosten belastet? 6. Welche Dimension hätten diese Kosten? Begründung : Auf Veranstaltungen der SEG zur Projektentwicklung „Kastel-Ostfeld“ wurde die Ruine der Festung „Fort Biehler“ und der angrenzende Wald als „identitätsstiftend“ für den geplanten neuen Stadtteil bezeichnet. Es wurde angedeutet, dass der Bereich um die Ruine des Forts für die Freizeitnutzung zugänglich gemacht werden soll. Gegenwärtig ist dieser Bereich eingezäunt und nicht zugänglich. Jahrzehntelang wurde der Bereich zu Katastrophenschutzübungen genutzt. Die baulichen Überreste des Forts sind mit Schutt verfüllt. Es wird unter Einheimischen davon gesprochen, dass sich in den zugeschütteten Bereichen neben Bauschutt auch Munitionsreste bis hin zu Behältnissen mit Kampfgas befinden, die dort seit Kriegsende vergraben sind. Mainz-Kastel, 14. Januar 2019

Paläontologische und Archäologische Bodendenkmäler im Bereich „Ostfeld-Kalkofen“

Antrag Nr. 03.19 zur Sitzung des Ortsbeirates am: Dienstag, 22. Januar 2019 Paläontologische und Archäologische Bodendenkmäler im Bereich „Ostfeld-Kalkofen“ Der Ortsbeirat möge beschließen: Der Magistrat möge folgende Fragen beantworten: 1. Welche paläontologischen und archäologischen Funde im Bereich der geplanten Bebauung eines „Stadtteils am Fort Biehler“ sind dem Magistrat bekannt? 2. An welchen Stellen ist mit weiteren zu rechnen, sobald Vegetation entfernt oder in vorhandene Bodenschichten eingegriffen wird? 3. Wer hat die Kosten für notwendige wissenschaftliche Untersuchungen und ggfs. Sicherstellung von Funden und Befunden zu tragen? 4. Werden mit diesen Kosten auch die Investoren belastet? Begründung : Es ist fachwissenschaftlich bekannt, dass sich im Bereich „Ostfeld-Kalkofen“ bedeutende Zeugnisse der erdgeschichtlichen Entwicklung befinden, zu denen seitens der Wiesbadener „Projektentwicklung“ der SEG erklärt wurde, dass sie für eine Bebauung Tabu sind. Der jetzt weiter verfolgte Planungsbereich – Stadtteil am Fort Biehler – enthält aber möglicherweise weitere Funde, die untersuchens- und schützenswert sind. So werden in der kürzlich erschienenen Publikation „6000 Jahre Kastel“ von Probst und Probst u.a folgende bekannten Bodenfunde in diesem Bereich und in der unmittelbaren Umgebung erwähnt: In einem jungsteinzeitlichem Flachgrab am Petersberg der „Glockenbecher-Kultur“ (vor etwa 4000-4500 Jahren) wurde ein verzierter Glockenbecher gefunden. Nordwestlich des „Fort Biehler“ wurde im letzten Jahr die Klinge eines bronzenen Beils der „Hügelgräberkultur“ entdeckt. Im zum Gebiet „Kastel-Ostfeld“ benachbarten Bereich Gewerbegebiet Petersweg wurden 2006 viele spätbronzezeitliche Siedlungsfunde aus der „Urnenfelderzeit“ geborgen. 2007 legte man bei einer Notbergung in der Peter-Sander-Straße sechs Bestattungen mit Gefäßen aus der Urnenfelderzeit frei. Sie sind rund 3000 Jahre alt. Es ist davon auszugehen, dass neben diesen u. a. Funden noch weitere, gegenwärtig noch unter Vegetation oder Erde verborgene existieren, die von wissenschaftlicher und kultureller Bedeutung sind. Mainz-Kastel, 14. Januar 2019

Rheinufergestaltung in Kastel – Lücken schließen!

Antrag Nr. 02.19 zur Sitzung des Ortsbeirates am: Dienstag, 22. Januar 2019 Rheinufergestaltung in Kastel – Lücken schließen! Der Ortsbeirat wolle beschließen: Der Magistrat möge sich zeitnah um erneute Gespräche mit der Grundstückseigentümerin bemühen, die zum Ziel haben, das Gelände zwischen dem Terrassenhaus und der Lachebrücke zur Maaraue als Bereich öffentlicher Freizeitgestaltung sinnvoll zu gestalten und einer Nutzung durch die Allgemeinheit zuzuführen. Begründung: Mit dem Beginn der Rheinufergestaltung im Bereich des (denkmalgeschützten) Rheinkrans (Bereich „KranSand“) schreitet die durchgängige Konversion und Entwicklung des Kasteler Rheinufers als Freizeitbereich voran. Der Bereich um die Reduit und die Bastion von Schönborn hat sich in den vergangenen zu einem hochattraktiven Freizeitbereich entwickelt. Dazu haben die zahlreichen Kulturveranstaltungen und Kultureinrichtungen in der Reduit und in unmittelbarer Umgebung sowie die vorgenommenen Gestaltungen im Freiraum maßgeblich beigetragen. Umso bedauerlicher ist, dass seit vielen Jahren ungenutztes, im Wesentlichen bahneigenes Gelände zwischen dem Bereich Terrassenhaus und Lachebrücke eingezäunt und verschmutzt einer sinnvollen Gestaltung und Nutzung vorenthalten wird. In den letzten 30 Jahren gab es immer wieder Initiativen aus dem Ortsbeirat (Anträge bzw. Beschlüsse, Anfragen, Ortstermine usw.) mit dem Ziel, diesen Missstand zu beenden. Bislang ohne Erfolg. Mainz-Kastel, 12. Januar 2019 Ronny Maritzen Fraktionssprecher

Entwicklung des Angebots an „bezahlbaren“ Wohnungen

Antrag Nr. 01.19 zur Sitzung des Ortsbeirates am: Dienstag, 22. Januar 2019 Entwicklung des Angebots an „bezahlbaren“ Wohnungen und Entwicklung der Mieten in den AKK-Stadtteilen, insbesondere im Stadtteil Mainz-Kastel Der Ortsbeirat wolle beschließen: Der Magistrat möge berichten, 1. wie sich die Anzahl geförderter, gebundener Wohnungen in den AKK-Stadtteilen, speziell Mainz-Kastel, in den vergangenen zehn Jahren (2008-2017) entwickelt hat (Abgänge und Zugänge), mit welcher Entwicklung in den nächsten fünf Jahren (2018-2022) zu rechnen ist – möglichst differenziert nach den einzelnen öffentlichen Wohnbaugesellschaften und (pauschal) in Privateigentum, wie hoch der Bedarf an gefördertem Wohnraum seitens gegenwärtig in AKK bzw. Mainz-Kastel wohnender Menschen ist, an welcher Stelle in den nächsten fünf Jahren geförderte Wohnungen bzw. Belegungsrechte – in welcher Größenordnung – entstehen und wie sich die Mieten in den zurückliegenden zehn Jahren in AKK bzw. Mainz-Kastel entwickelt haben. Begründung: Während in Regionen in der weiteren Umgebung über Leerstände geklagt wird, nimmt der Mangel an „bezahlbaren“ Wohnungen im Ballungsraum – so auch in Mainz-Kastel – ständig weiter zu. Die Zahl von gefördertem Wohnraum mit Belegungsrecht der Stadt für Wohnungssuchende mit niedrigem und mittlerem Einkommen nimmt in erschreckendem Maße ab. Die zuletzt veröffentlichten Zahlen der Wiesbadener Stadtverwaltung besagen, dass in den Jahren 2016/2017 1097 Wohnungen „aus der Sozialbindung gefallen sind“. Dem stehen nur 83 neu gebaute Wohnungen gegenüber, die für eine Belegung neu zur Verfügung stehen. Die Entwicklung der Mieten im Verhältnis zur Einkommensentwicklung ist für die Mehrheit der Bevölkerung zunehmend ein ernstes Problem. Mittlerweile haben in der Landeshauptstadt Wiesbaden rund 40% der Bevölkerung aufgrund ihres Einkommens Anspruch auf „geförderten Wohnraum“. Insbesondere junge Familien sind hiervon betroffen. Es wächst – trotz guter Konjunktur – auch in Wiesbaden die Zahl derjenigen, die als Rentenempfangende oder als voll Berufstätige „aufstocken“ müssen mit Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch. Dieser Entwicklung entgegenzuwirken ist eine gesamtgesellschaftliche und damit auch kommunale Aufgabe. Es ist dringend notwendig, Wohnungen und Flächen zu ermitteln, die für „bezahlbaren Wohnraum“ in AKK bzw. Mainz-Kastel in den kommenden drei bis fünf Jahren zur Verfügung stehen und entsprechende – auch baurechtliche – Festlegungen zu treffen. Da sich Wohnungsbau nicht beliebig ausdehnen lässt, sind Belegungsrechte auch durch entsprechende Zahlungen zu sichern und sind durch andere Maßnahmen Mieterhöhungen zu begrenzen. In diesem Zusammenhang ist es notwendig, die örtliche Situation zu erfassen und Maßnahmen zu ergreifen. Mainz-Kastel, 12. Januar 2019 Ronny Maritzen Fraktionssprecher

Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, zu berichten,

  1. wie sich die Anzahl geförderter, gebundener Wohnungen in den AKK-Stadtteilen, speziell in Mainz-Kostheim, in den vergangenen zehn Jahren (2008 – 2017) entwickelt hat (Abgänge und Zugänge)
  2. mit welcher Entwicklung in den nächsten fünf Jahren (2018-2022) zu rechnen ist – möglichst differenziert nach den einzelnen öffentlichen Wohnbaugesellschaften und (pauschal) in Privateigentum
  3. wie hoch der Bedarf an gefördertem Wohnraum der gegenwärtig in AKK bzw. Mainz-Kostheim wohnenden Menschen ist
  4. an welcher Stelle und in welcher Größenordnung in den nächsten fünf Jahren geförderte Wohnungen bzw. Belegungsrechte entstehen
  5. wie sich die Mieten in den zurückliegenden zehn Jahren in AKK, speziell in Mainz-Kostheim, entwickelt haben.

Begründung:

Während in Regionen in der weiteren Umgebung über Leerstände geklagt wird, nimmt der Mangel an bezahlbaren Wohnungen im Ballungsraum – so auch in Mainz-Kostheim – ständig weiter zu.

Die Zahl von gefördertem Wohnraum mit Belegungsrecht der Stadt für Wohnungssuchende mit niedrigem und mittlerem Einkommen nimmt in erschreckendem Maße ab. Die zuletzt veröffentlichten Zahlen der Wiesbadener Stadtverwaltung besagen, dass in den Jahren 2016/2017 1097 Wohnungen aus der Sozialbindung gefallen sind. Dem stehen nur 83 neu gebaute Wohnungen gegenüber, die für eine Belegung neu zur Verfügung stehen.

Die Entwicklung der Mieten im Verhältnis zur Einkommensentwicklung ist für die Mehrheit der Bevölkerung zunehmend ein ernstes Problem. Mittlerweile haben in der Landeshauptstadt Wiesbaden rund 40% der Bevölkerung aufgrund ihres Einkommens Anspruch auf geförderten Wohnraum. Insbesondere junge Familien sind hiervon betroffen. Es wächst – trotz guter Konjunktur – auch in Wiesbaden die Zahl derjenigen, die als Rentnerinnen oder als voll Berufstätige mit Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch aufstocken müssen. Dieser Entwicklung entgegenzuwirken ist eine gesamtgesellschaftliche und damit auch kommunale Aufgabe.

Es ist dringend notwendig, Wohnungen und Flächen zu ermitteln, die für bezahlbaren Wohnraum in AKK, speziell in Mainz-Kostheim, in den kommenden drei bis fünf Jahren zur Verfügung stehen und entsprechende – auch baurechtliche – Festlegungen zu treffen. Da sich Wohnungsbau nicht beliebig ausdehnen lässt, sind Belegungsrechte auch durch entsprechende Zahlungen zu sichern, durch weitere Maßnahmen sind Mieterhöhungen zu begrenzen.

Mainz-Kostheim, 13. Januar 2019

gez. Marion Mück-Raab

Fraktionssprecherin

Machbarkeitsstudie Biosphärenregion

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, den Ortsbeirat über den Stand zur Machbarkeitsstudie Biosphärenregion Rheingau, Wiesbaden, Main und Taunus zu unterrichten.

Begründung:

Seit Mai 2018 wird zur Frage, ob sich die Region Rheingau, Wiesbaden, Main und Taunus als Modellregion für nachhaltige Entwicklung eignet, eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Es wird geprüft, ob eine Biosphäre in der Region überhaupt formal möglich wäre – also ob die Region die Kriterien der UNESCO erfüllt, ob die Idee breite Unterstützung in der Region findet und wenn ja, wie eine solche Biosphärenregion konkret aussehen könnte.

Wie der Homepage www.machbarkeitsstudie-biosphaerenregion.de/ zu entnehmen ist, sollen sich voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 die zuständigen Gremien in der Region für oder gegen eine Antragstellung bei der UNESCO zur Anerkennung einer Biosphärenregion entscheiden.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sind für die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung des Ortsbeirates relevant.

Mainz-Kostheim, 13. Januar 2019

gez. Marion Mück-Raab

Fraktionssprecherin

Auswirkungen einer möglichen Bebauung im Projektgebiet Ostfeld/Kalkofen auf den Flugbetrieb am Airfield Erbenheim

Antrag Nr. 14.18 zur Sitzung des Ortsbeirates am: Mittwoch, 21. November 2018

Auswirkungen einer möglichen Bebauung im Projektgebiet Ostfeld/Kalkofen auf den Flugbetrieb am Airfield Erbenheim

Der Ortsbeirat wolle beschließen:

Der Magistrat möge folgende Fragen beantworten:

  1. Wie breit ist der Korridor zwischen dem Flugplatz (Airbase der USAREUR) und dem Rhein bzw. dem Industriegebiet Kalle-Albert, in dem eine Bebauung aufgrund des genehmigten Flugbetriebs nur eingeschränkt möglich ist? Wie sehen diese Beschränkungen aus? Welche Bauhöhen dürfen jeweils nicht überschritten werden?

  2. Welche Ausnahmeregelungen hinsichtlich der Verursachung von Fluglärm gelten für den Betrieb der Airbase der USAREUR? Welche Regelungen gelten für die Flüge, insbesondere für die in den Sommermonaten üblichen Übungsflüge, bei denen bis tief in die Nacht hinein die Bewohnerinnen und Bewohner in der Nähe der Airbase im Takt weniger Minuten durch Fluglärm beeinträchtigt werden?

  3. Wurde die Problematik der Flüge von Helikoptern und Starrflüglern im Hinblick auf die Planungen eines Gewerbegebiets von 51 ha und eines Wohngebiets von über 30 ha in der Gemarkung Kastel im Bereich Fort Biehler-Ostfeld seitens des Magistrats mit dem USAREUR-Headquarter erörtert? Zu welchen Ergebnissen ist man dabei gekommen?

  4. Wie steht USAREUR dazu, angesichts des hohen zivilen Bedarfs an Wohnungen im Stadtgebiet Wiesbaden die Gelände „Kastel Housing Area“ und „Kastel Storage Station“ („AFEX-Gelände“) schneller an die Bundesrepublik Deutschland zurückzugeben? Damit könne von einer Bebauung in unmittelbarer Nähe der Airbase Abstand genommen werden, da auf dem AFEX-Gelände ökologisch und ökonomisch sinnvoller als im Ostfeld Wohnraum geschaffen werden.

Begründung:

Erfolgt mündlich.

Mainz-Kastel, 12. November 2018

Ronny Maritzen

Fraktionssprecher

Konkrete Maßnahmen zur Förderung von Radverkehr und ÖPNV vor Ort

Antrag Nr. 13.18 zur Sitzung des Ortsbeirates am: Mittwoch, 21. November 2018

Konkrete Maßnahmen zur Förderung von Radverkehr und ÖPNV vor Ort

Der Ortsbeirat wolle beschließen:

Der Magistrat möge erklären,

  1. wann der vom Ortsbeirat seit Jahren geforderte und von Verkehrsdezernent*innen mehrfach zugesagte Ausbau der Fahrradabstellanlage am Bahnhof Kastel erfolgen wird und wie viele reguläre, überdachte Fahrradabstellplätze dort zusätzlich geschaffen werden.

  1. welche Maßnahmen der Magistrat vorsieht, um die Nutzung von Fahrrädern durch Schülerinnen und Schüler der IGS Wilhelm-Leuschner-Schule und der Albert-Schweitzer-Schule zu fördern und wann diese Maßnahmen verwirklicht werden.

  1. wann und wo in AKK zusätzliche Fahrradverleihstationen eingerichtet werden.

Begründung:

Es wird seitens der Verantwortlichen immer wieder davon gesprochen, dass zur Minderung der Schadstoffe im Straßenverkehr der Radverkehr zu fördern sei und dass hierfür auch ausreichend finanzielle Mittel vorhanden wären. Seit Einführung einer Fahrradstraße auf der Eleonorenstraße und von Fahrradschutzstreifen in der Straße „In der Witz“ sind vor Ort aber weitere Fördermaßnahmen kaum erkennbar.

Die Fahrradabstellanlage am Bahnhof Kastel wurde nach langer Vorlaufzeit im Jahre 2001 endlich errichtet, wurde recht schnell gut angenommen und war bald voll ausgelastet, so dass der Ortsbeirat schon vor Jahren eine Erweiterung anregte. Das Verkehrsdezernat sicherte mehrfach zu, das dazu Erforderliche in die Wege zu leiten. Bis heute wartet der Ortsbeirat auf eine entsprechende Sitzungsvorlage. Die wachsende Zahl außerhalb der Anlage am Bahnhof abgestellten Fahrräder macht deutlich, dass es hier einen Handlungsbedarf gibt.

Von Schüler*innen wird immer wieder geklagt über einen Mangel an ausreichenden, wettergeschützten und sicheren Fahrradabstellplätzen an ihren Schulen. Die IGS Wilhelm-Leuschner-Schule und die Albert-Schweitzer-Schule werden von Fahrrad fahrenden Kindern und Jugendlichen aus ganz AKK besucht. Die Albert-Schweitzer-Schule wird gerade neugebaut, so dass dort im Rahmen des Neubaus auch ausreichend Fahrradabstellplätze vorgesehen werden können und müssen.

Begründung:

Ggf. mündlich.

Mainz-Kastel, 12. November 2018

Ronny Maritzen

Fraktionssprecher

Grundlagen der Verkehrsprognose Hochkreisel/Theodor-Heuß-Brücke

Antrag Nr. 12.18 zur Sitzung des Ortsbeirates am: Mittwoch, 21. November 2018

Grundlagen der Verkehrsprognose Hochkreisel/Theodor-Heuß-Brücke

Der Ortsbeirat wolle beschließen:

Der Magistrat möge detailliert darlegen, welche Annahmen der Aussage zu Grunde liegen, der Verkehr auf der Theodor-Heuß-Brücke bzw. dem Hochkreisel Kastel werde bis zum Jahr 2030 (nur) um 7% zunehmen. Der Ortsbeirat erwartet die Angabe der verwendeten Datenquellen und Rechenschritte, die zu dieser Prognose führten.

Der Ortsbeirat erwartet auch eine Antwort auf die Frage, welche künftigen Wohngebiete in Nähe der Theodor-Heuß-Brücke (zumindest im Umkreis von 5 km) mit welcher prognostizierten Zahl an Wohnungen und Einwohner*innen in die Prognose einbezogen wurden und ob dabei auch entsprechende künftige Wohnbebauung auf der anderen Rheinseite berücksichtigt wurde und wenn ja, in welcher Größenordnung.

Begründung:

Die aktuellen Zahlen des Verkehrsdezernats machen deutlich, dass bereits jetzt täglich mehr als 100.000 Personen die „Verkehrsdrehscheibe“ Hochkreisel Kastel passieren, über die auch die Citybahn geführt werden soll. Die Theodor-Heuß-Brücke passieren nach diesen Angaben täglich 96.900 Personen, davon 63.500 im motorisierten Individualverkehr in 46.200 Fahrzeugen mit durchschnittlich 1,4 Insassen, 28.000 Personen in 800 Bussen der acht Linien im Verkehrsbund Mainz-Wiesbaden, ca. 3.500 Radfahrende und 1.900 Personen zu Fuß; zusätzlich Busfahrgäste außerhalb des VMW.

Die offizielle Verkehrsprognose des Dezernats, wie in der Bürgerinformationsveranstaltung am 13.9.2018 vorgestellt und im Städteausschuss Mainz-Wiesbaden am 6.11.2018 bekräftigt, geht von einer Zunahme des Verkehrs am Hochkreisel Kastel bis zum Jahr 2030 um (nur) 7 % aus.

In den kommenden 12 Jahren ist mit der Entwicklung folgender Wohngebiete und Gewerbegebiete zu rechnen: 818 Wohnungen auf ca. 80.000 m2 Wohnfläche im LINDE-Quartier (11,7 ha) mit voraussichtlich ca. 3000 Einwohner*innen, 1000-1500 Wohnungen in „Kastel West“ laut aktuellen Angaben des Stadtplanungsdezernats. Dieses schließt das Areal der ehemaligen gewerblichen Nutzung der Firma Clemens sowie ehemals von der Bereitschaftspolizei genutzter Flächen ein. Auf der anderen Seite der Wiesbadener Straße sollen weitere Flächen bebaut werden, ebenso im Bereich Kastel Housing Area (über 11 ha). Die gänzliche Freigabe des Geländes wurde von der US-amerikanische Standortkommandantur angekündigt, ebenso die Freigabe des mitten in Kastel gelegenen Geländes Kastel Storage Station (im Volksmund AFEX-Gelände“ genannt) mit über 23 ha. Durch die künftige Bebauung dieser Flächen ist mit einem Bevölkerungswachstum in den AKK-Stadtteilen – alleine in unmittelbarer Nähe zur Theodor-Heuß-Brücke – in der Größenordnung zu rechnen, die der aktuellen Bevölkerungszahl von Mainz-Kastel entspricht. Nicht dabei berücksichtigt sind Nachverdichtungen, Schließung von Baulücken und Umwandlung von flächenintensiven gewerblichen Nutzungen für den Wohnungsbau wie gegenwärtig z. B. in Mainz-Amöneburg an der Wiesbadener Straße und in der Zelterstraße.

Zusätzlich soll in Mainz-Kastel nach dem noch überwiegend unbebauten, aber sich schnell entwickelnden Gewerbe- und Handelsgebiet Petersweg Ost ein weiteres Gewerbegebiet in Größe von 50-51 ha in „Kastel-Ostfeld“ entstehen, ebenso ein Wohngebiet von 30-35 ha mit Wohnungen für 8000 bis 10.000 oder mehr Menschen am Fort Biehler.

Angesichts dieser Planungen ist für den Ortsbeirat und Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar darzustellen, wieso die Verkehrsplanung von einer Zunahme des Verkehrs am Hochkreisel Kastel von nur 7 % bis zum Jahr 2030 ausgeht.

Begründung:

Ggf. mündlich.

Mainz-Kastel, 12. November 2018

Ronny Maritzen

Fraktionssprecher

Geruchsentwicklung bei Austrocknung der Lache

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden wird gebeten, zu berichten,

– ob Planungen existieren, die unangenehme Geruchsbildung künftig zu verhindern, die durch das temporäre Austrocknen der Lache entsteht (zum Beispiel durch eine wie auch immer geartete Bewässerung oder erneute Schaffung eines Durchbruchs zum Main)

– oder ob alternativ ein Konzept besteht, die Geruchsentwicklung anderweitig einzuschränken.

Sollten beide Fragen negativ beantwortet werden, so wird der Magistrat gebeten, zu begründen, warum dies aus seiner Sicht auch mit Bebauung des Linde-Areals nicht notwendig ist.

 Begründung:

Das Gelände hinter dem Georg-Schollmayer-Weg bzw. das Linde-Areal ist durch die Lache von der Maaraue abgetrennt. Bei andauernder Trockenheit und Hitze – wie in diesem Jahr – trocknet die Lache weitgehend aus. Dies hat eine unangenehme Geruchsentwicklung zur Folge. Es ist angesichts des Klimawandels davon auszugehen, dass dieses Pro-blem in den nächsten Jahren noch viel häufiger auftreten wird. Mit der Bebauung des Linde-Geländes wird es eine deutlich höhere Zahl von Bürgerinnen und Bürgern geben, die von dem Gestank des ausgetrockneten Flussbettes betroffen sind.

Mainz-Kostheim, 21. Oktober 2018

gez. Marion Mück-Raab

Fraktionssprecherin